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Hamas-Angriff auf Israel: Mehr als 700 Tote, 100 Geiseln - in Gaza 370 Tote

Israelische Einsätzkräfte in Sderot
Israelische Einsätzkräfte in Sderot Copyright Ohad Zwigenberg/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von euronews
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Israelische Medien berichten, dass die Zahl der Todesopfer des groß angelegten Hamas-Angriffs auf 700 angestiegen ist. Mehr als 2.000 Menschen wurden verletzt. 100 Soldaten und Dutzende Zivilisten sollen entführt worden sein.

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Die von der Hamas durchgeführten Raketenangriffe auf Israel halten an. Israelische Medien berichten, dass in Sderot ein Mensch schwere Verletzungen erlitten habe, als dort eine Rakete einschlug. Sechs Gebäude seien beschädigt worden. Sderot liegt unweit der Grenze zum Gaza-Streifen.

Im nahe Sderot gelegenen Ort Kfar Aza kommt es laut israelischen Medien nach wie vor zu Kämpfen zwischen bewaffneten Palästinensern und der israelischen Armee.

Grenzorte sollen laut israelischer Armee geräumt und die Bevölkerung in andere Landesteile gebracht werden, die als sicher gelten.

Ohad Zwigenberg/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Zerstörung in SderotOhad Zwigenberg/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.

Netanjahu: „Dieser Krieg wird Zeit in Anspruch nehmen"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine Landsleute auf weitere „schwere Tage" vorbereitet. „Dieser Krieg wird Zeit in Anspruch nehmen", sagte Netanjahu, ließ anklingen, Bodentruppen einsetzen zu wollen und warnte, dass es hohe Verluste geben könnte.

Hamas bekam offenbar Unterstützung aus dem Iran

Tausende Raketen seien von palästinensischen Gebieten auf Israel abgefeuert worden. Ein Hamas-Sprecher sagte gegenüber dem britischen Fernsehsender BBC, man habe bei dem Großangriff Unterstützung durch den Iran erhalten.

Israelische Zivilpersonen und Soldat:innen Geiseln in Gaza

Die israelische Armee durchkämmt weiterhin den Süden des Landes, um Hamas-Kämpfer aufzuspüren, die im Rahmen des Überraschungsangriffes auf israelisches Staatsgebiet eingedrungen waren und laut der Armee teilweise Geiseln genommen haben.

Gegenschlag "Eiserne Schwerter"

Israel, dessen Armee und Geheimdienst von dem Hamas-Angriff offenbar auf dem falschen Fuß erwischt worden waren, leitete einen Gegenschlag mit dem Beschuss von Zielen im Gazastreifen und auch in Libanon ein. Laut palästinensischen Medien gab es im Gazastreifen mehr als 310 Todesopfer. Es wird ebenfalls von fast 3.000 Verletzten berichtet.

Fatima Shbair/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Feuer und Rauch steigen nach einem israelischen Luftangriff in Gaza-Stadt auf, Samstag, 7. Oktober 2023.Fatima Shbair/Copyright 2023 The AP. All rights reserved

Abbas: "Ungerechtigkeit" sei Auslöser der Eskalation

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas sagte dem US-Außenminister Antony Blinken, dass die "Ungerechtigkeit" gegenüber den Palästinensern den Konflikt mit Israel zu einer "Explosion" treibe, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Die Agentur berichtete auch, Abbas habe ein Telefonat mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron geführt, in dem dieser betonte, dass "die derzeitige Eskalation in der Region eine Folge der politischen Sackgasse" und eine "Verweigerung des legitimen Rechts des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung" sei.

UN-Sicherheitsrat kommt am Sonntag zusammen

Der UN-Sicherheitsrat soll am Sonntag zusammentreten. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, verurteilte den Angriff der Hamas und rief zu "allen diplomatischen Bemühungen auf, um einen größeren Flächenbrand zu vermeiden", so UN-Sprecher Steéphane Dujarric in einer Erklärung.

Israel bekommt Unterstützung aus den USA

Das Weiße Haus teilte mit, dass Beamte der USA und Israels nach dem Hamas-Angriff vom Samstag den Verteidigungsbedarf Israels erörtert haben und dass eine Ankündigung von Militärhilfe sehr bald erfolgen könnte.

Bemühungen zur Entschärfung

Ägypten führt Gespräche mit Saudi-Arabien und Jordanien, um die palästinensisch-israelischen Spannungen zu entschärfen, teilte das ägyptische Außenministerium am Samstag mit.

Der jordanische Außenminister Ayman Safadi erörterte in einem Telefongespräch mit dem Leiter der EU-Außenpolitik, Josep Borrell, die Notwendigkeit internationalen Handelns, um die Eskalation im Gazastreifen zu stoppen und "einen echten politischen Horizont zur Beendigung der Besatzung zu schaffen", so das jordanische Außenministerium in einer Erklärung.

Saudi-Arabien, das mit den USA Gespräche über eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel geführt hat, rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf.

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