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Terror in Israel: "Das ist unser 11. September"

Israelischer Soldat  bedet betet nahe der Grenze zum Libanon
Israelischer Soldat bedet betet nahe der Grenze zum Libanon Copyright JALAA MAREY/AFP or licensors
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Von Euronews mit AFP, AP, dpa
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Israel ist im Schockzustand. Heftige Kämpfe zwischen Soldaten und Terroristen, aber auch grausame Verbrechen an Hunderten Zivilisten erschüttern das ganze Land.

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Israel ist im Schockzustand. Heftige Kämpfe zwischen Soldaten und Terroristen, aber auch grausame Verbrechen an Hunderten Zivilisten erschüttern das ganze Land seit Samstagmorgen. 

Neben Luftangriffen setzt Israel auch Panzer und Bodentruppen ein, um gegen den Großangriff der islamistischen Hamas aus dem Gazastreifen vorzugehen. Die radikale Palästinenserorganisation hatte Israel völlig überraschend mit Tausenden Raketen attackiert. 

Hunderte Hamas-Terroristen hatten die Grenze gestürmt, waren ins Land eingedrungen und töten und entführen dort seitdem Soldaten wie Zivilisten. Nach israelischen Armeeangaben befinden sich weiterhin Kämpfer auf israelischem Staatsgebiet. 

Tote, Verletzte und Entführte

Mittlerweile sind mindestens 700 Menschen in Israel getötet und mehr als 2.000 verletzt worden. Über 100 Menschen hat die Hamas in den Gazastreifen verschleppt und hält sie als Geiseln, darunter auch Staatsangehörige anderer Länder, wie US-Amerikaner, Deutsche und Franzosen. Verhandlungen gebe es bislang nicht.

"Böse Achse, deren Basis in Iran liegt"

Bei israelischen Gegenschlägen im Gazastreifen sind mindestens 413 Menschen getötet worden, wie das palästinensische Gesundheitsministerium mit. 2.300 Palästinenser seien zudem verletzt worden, so das Ministerium in Gaza am Sonntagabend. 

Israels Präsident Izchak Herzog hat den Iran für den Großangriff der Hamas mitverantwortlich gemacht. Der Angriff sei nicht nur Werk einer "mörderischen Terrororganisation", "sondern auch von einer bösen Achse, deren Basis in Iran liegt", so Herzog in einer Ansprache an die Nation am Sonntagabend.  

Irans Präsident Ebrahim Raisi hat am Sonntag seine Solidarität mit dem Hamas-Angriff erklärt. Der Iran unterstütze die legitime Verteidigung der palästinensischen Nation, so Raisi in einer Erklärung, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtet. Er sagte, "das zionistische Regime und seine Anhänger" seien für die Instabilität in der Region verantwortlich.

Israel in der Zange: Angriffe aus Süd und Nord

Aber nicht nur im Süden wird gekämpft. Die Hisbollah im Libanon hat ihre Solidarität mit der Hamas erklärt und greift von Norden aus an. Auch hier zieht Israel schweres Militärgerät zusammen und evakuiert Dörfer und Städte.

Die Hisbollah hat nach eigenen Angaben bereits "eine große Anzahl von Raketen" auf israelische Stellungen in umstrittene Grenzgebiete zwischen Israel und dem Libanon abgefeuert unter anderem in der Grenzregion in der Nähe der Stadt Metulla. 

Armeesprecher Richard Hecht sagte in einem vom israelischen Militär verbreiteten Video, das die Hamas-Kämpfer keine militärische Ziele verfolgen würden. "Sie hatten es auf Zivilisten, Großmütter, Kinder, Babies abgesehen", sagte er. 

"Das ist unser 11. September", so Richard Hecht. Es seien zwar keine Flugzeuge in ein Gebäude geflogen, dennoch sei das Event vergleichbar. Mit Blick auf den Norden des Landes sagte er, hoffentlich machten Hisbollah und Iran nicht den Fehler, sich in den Krieg einzumischen.

Nach Angaben des israelischen Militärs wurden bei einem Gegenschlag mehr als 400 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Mehrstöckige Wohnhäuser wurden durch gewaltige Explosionen dem Erdboden gleichgemacht.

Waffen für alle?

Israels Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat vorgeschlagen, dass alle Israelis ohne Vorstrafen eine Schusswaffe bekommen. Das berichtet die Zeitung "Haaretz". Die Abteilung für Schusswaffenlizenzen solle eine "Notoperation" einleiten, damit möglichst viele Bürger sich selbst schützen können. 

Genehmigungen sollten innerhalb einer Woche per Telefoninterview erteilt werden. Statt bislang für 50 Schuss sollten die Genehmigungen zudem für den Erwerb von bis zu 100 Schuss ausgestellt werden.

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