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Gewaltige Fluchtbewegung im Gazastreifen - Letzter Ausweg Ägypten?

Ein israelischer Panzer in der Nähe des Gazastreifens
Ein israelischer Panzer in der Nähe des Gazastreifens Copyright Ariel Schalit/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Copyright Ariel Schalit/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit AP, dpa, AFP
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Das israelische Militär hat die Einwohner von Gaza-Stadt aufgerufen, ihre Wohngebiete zu verlassen und sich weiter südlich zu begeben. Dies könnte einen baldigen Beginn der israelischen Bodenoffensive in dem Küstengebiet bedeuten.

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Für die Menschen in Gaza-Stadt gibt es nur einen Ausweg - in Richtung Süden des Küstenstreifens. Sie sind mit einem bedrohlichen Ultimatum des israelischen Militärs konfrontiert und haben nur 24 Stunden Zeit, Gaza-Stadt zu verlassen.

Die kurze Vorlaufzeit bis zum mutmaßlichen Beginn der israelischen Bodenoffensive wird international teils scharf kritisiert, unter anderem vom EU-Außenbeauftragten Josep Borrell und den Vereinten Nationen. Borrell bezeichnete das Ultimatum als "unrealistisch".

Schließlich müssen über eine Millionen Menschen Hals über Kopf und oft zu Fuß ihr Zuhause verlassen, wenn sie der Aufforderung überhaupt folgen können. Die Vereinten Nationen warnten vor verheerenden humanitären Konsequenzen.

Das Ultimatum wurde von einem Sprecher der israelischen Armee auf Arabisch verfasst und über X (früher: Twitter) veröffentlicht. Er schrieb, man werde eine auf einer Karte eingezeichnete Fluchtroute bis zum Ablauf des Ultimatums an diesem Freitagabend nicht angreifen.

Fluchtpunkt Ägypten?

Die USA bemühen sich in Gesprächen mit Ägypten und Israel um die Öffnung des Grenzübergangs Rafah im Süden des Gazastreifens, was die Lage zumindest etwas entspannen könnte.

Die israelischen Luftangriffe auf mutmaßliche Hamas-Ziele, Tunnel und andere Einrichtungen haben inzwischen mindestens 1800 Todesopfer auf palästinensischer Seite gefordert, mehr als 7000 Menschen wurden verletzt. Israel beklagt seit Beginn der Hamas-Attacken auf israelisches Gebiet am 7. Oktober mehr als 1300 Tote und 3000 Verletzte.

Mindestens neun Tote im Westjordanland

Der bewaffnete Konflikt ist längst nicht mehr nur auf Gebiete im und am Gazastreifen beschränkt. Im Westjordanland wurden mehrere militante Palästinenser von Sicherheitskräften erschossen und auch Jerusalem bleibt nicht von Gewalt verschont. Im Ostteil der Stadt verletzte ein militanter Palästinenser zwei Polizisten teilweise schwer, bevor er erschossen wurde.

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