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Erneut Beschuss an israelisch-libanesischer Grenze

Israelische Soldaten bewachen einen Kontrollpunkt nahe der israelisch-libanesischen Grenze
Israelische Soldaten bewachen einen Kontrollpunkt nahe der israelisch-libanesischen Grenze Copyright Petros Giannakouris/AP Photo
Copyright Petros Giannakouris/AP Photo
Von Euronews mit dpa, AP
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Wieder gibt es Gefechte an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon. Laut israelischer Armee wurden Geschosse auf israelische Stellungen abgefeuert. Unterdessen richtete der iranische Außenminister eine Warnung an Israel.

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An der Grenze zwischen Israel und dem Libanon hat es erneut Gefechte gegeben. Aus dem Libanon seien mehrere Geschosse auf israelische Stellungen abgefeuert worden, teilte die israelische Armee mit.

Das Militär reagierte demnach mit Beschuss auf das Gebiet im Nachbarland, von wo aus die Angriffe gestartet wurden. Medienberichten zufolge wurden dabei zwei Zivilisten im Süden des Libanon getötet. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon bekannte sich zu Angriffen auf insgesamt fünf "zionistische" Militärposten in Grenznähe mit Mörsergranaten und Raketen.

"Die israelische Armee ist im Norden sehr stark. Jeder, der den Zaun erreicht, um in das Gebiet Israels einzudringen, wird sterben", sagte der Sprecher der israelischen Armee, Daniel Hagari. Für jeden Vorfall trage der libanesische Staat die volle Verantwortung, "und er wird die Konsequenzen tragen". 

Getöteter Reuters-Journalist im Süden Libanons beigesetzt

Seit den Terrorattacken der Hamas auf Israel und den Gegenschlägen der israelischen Armee auf den Gazastreifen kommt es regelmäßig zu Zwischenfällen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon. Am Freitag starb dabei im Süden des Libanon ein Reuters-Journalist.

Trauernde tragen den Leichnam des Reuters-Journalisten Issam Abdallah in seiner Heimatstadt Khiam, im Südlibanon.
Trauernde tragen den Leichnam des Reuters-Journalisten Issam Abdallah in seiner Heimatstadt Khiam, im Südlibanon.Bilal Hussein/AP Photo

Am Samstag wurde ist der im Libanon getötete Reuters-Journalist beerdigt worden. An der Trauerfeier für Issam Abdallah in seiner Heimatstadt im Süden des Landes nahmen laut Augenzeugenberichten Hunderte Menschen teil. Der Videojournalist war am Freitag an der libanesisch-israelischen Grenze durch Beschuss getötet worden. Mindestens sechs weitere Medienschaffende wurden bei dem Beschuss verletzt.

"Großes Erdbeben im zionistischen Gebilde"

Der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian hat Israel aufgefordert, seine Angriffe auf den Gazastreifen einzustellen. Amirabdollahian warnte am Samstag, der Konflikt könnte sich auf andere Teile des Nahen Ostens ausdehnen, sollte die Hisbollah-Miliz in die Gefechte eingreifen. Das würde für Israel ein Erdbeben bedeuten, sagte der Minister Reportern in Beirut. Die Miliz habe bereits alle Szenarien eines Krieges in Betracht gezogen.

Amirabdollahian sagte, er habe den Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah getroffen, der ihn über die Lage der Gruppe im Libanon informiert habe. „Ich weiß um die Szenarien, die die Hisbollah entworfen hat“, sagte der Minister. „Jeder Schritt, den der Widerstand (der Hisbollah) unternimmt, wird ein großes Erdbeben im zionistischen Gebilde auslösen.“ Er bezeichnete Israel als Kriegsverbrecher und erklärte, innerhalb weniger Stunden könnte es zu spät sein, Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu beenden. Der Minister kündigte an, sich mit UN-Vertretern im Nahen Osten in Verbindung zu setzen, um an einer Initiative für ein Ende der Gewalt zu arbeiten.

Israel schätzt, dass die Hisbollah über etwa 150.000 Raketen, die Ziele im ganzen Land treffen können, und militärische Drohnen verfügt. Das israelische Militär teilte am Samstag mit, ein israelischer Drohnenangriff entlang der Grenze zum Libanon habe Mitglieder einer Zelle getötet, die versucht habe, nach Israel einzudringen.

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