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Zuwanderung in OECD-Länder 2022 auf Rekordniveau

Die Zahl der Migrant:innen, die sich dauerhaft in OECD-Ländern niederlassen, erreicht ein Rekordniveau
Die Zahl der Migrant:innen, die sich dauerhaft in OECD-Ländern niederlassen, erreicht ein Rekordniveau Copyright Eric Gay/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews
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Ein Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legt offen, dass die Zuwanderung in OECD-Länder ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht hat.

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Zuwanderung in die OECD-Länder hat ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Das geht aus einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für 2022 hervor. Ohne ukrainische Flüchtlinge erreichte die Zahl der eingewanderten Menschen, die sich dauerhaft in OECD-Länder niedergelassen haben, ein Rekordniveau von sechs Millionen. 

Neuer Höchststand der Zuwanderung seit 15 Jahren

Mehrere OECD-Länder verzeichneten den höchsten Stand seit mindestens 15 Jahren. Kanada und Großbritannien meldeten gar Rekordwerte. Zu diesen Zahlen kommt noch der Zustrom von Flüchtlingen aus der Ukraine hinzu.

 Im Juni 2023 gab es rund 4,7 Millionen ukrainische Geflüchtete. Deutschland, Polen und die USA nahmen die meisten Flüchtlinge aus der Ukraine auf. Estland, die Tschechische Republik und Litauen haben die höchste Zahl an Flüchtlingen im Verhältnis zur ihrer Bevölkerung aufgenommen.

Auch die Asylanträge in der OECD erreichten 2022 ein Rekordhoch. Über zwei Millionen neue Anträge wurden gestellt. Das liegt deutlich über dem bisherigen Rekordjahr 2015/16 mit 1,7 Millionen.

Der Anstieg ist vor allem auf die sprunghafte Zunahme der Anträge in den den USA mit 730.000 Anträgen zurückzuführen. 2021 waren es noch weniger als 190.000. Wichtigste Herkunftsländer im Jahr 2022 waren Venezuela (221.000), Kuba (180.000), Afghanistan (170.000) und Nicaragua (165.000).

Einbürgerung in OECD-Staaten nimmt ebenfalls zu

In den OECD-Ländern hat auch der Erwerb der Staatsbürgerschaft 2022 mit 2,8 Millionen einen neuen Höchststand erreicht. Die Beschäftigungsquote von Migranten hat sich in allen OECD-Ländern verbessert – außer in Polen. Die Zahl der zugelassenen internationalen Student:innen näherte sich erstmals der 2-Millionen-Marke.

Als Reaktion haben viele OECD-Länder, in denen ein Arbeitskräftemangel herrscht, die Arbeitsmigration ganz oben auf die politische Agenda gesetzt: Australien und Deutschland etwa. Andere OECD-Länder haben eine strengere Asyl- und Grenzpolitik eingeführt und ihre Quoten für die Neuansiedlung gesenkt.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Hauptsitz in Paris ist ein Zusammenschluss von 38 Industrienationen.

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