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Russland zieht sich aus Kernwaffenteststopp-Vertrag zurück - und übt nuklearen Angriff

Putin leitete als Oberkommandeur die Übung.
Putin leitete als Oberkommandeur die Übung. Copyright Gavriil Grigorov/Sputnik
Copyright Gavriil Grigorov/Sputnik
Von Euronews mit DPA, AP
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Russland hat seine Nuklearstreitkräfte üben lassen. Kurz zuvor hat das Parlament für die Rücknahme der Ratifizierung des Kernwaffenteststopp-Vertrags gestimmt - und so den Weg für Atomwaffentests geebnet.

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Russland hat nach Kremlangaben seine Nuklearstreitkräfte üben lassen. Zwei Interkontinentalraketen sowie mehrere Marschflugkörper sollen abgefeuert worden sein. Bei solchen Übungen sind die Raketen nicht mit Atomsprengköpfen bestückt.

"Reaktion auf nuklearen Angriff des Feindes" sollte geübt werden

Das Atom-U-Boot "Tula" habe aus der nördlichen Barentssee eine Interkontinentalrakete vom Typ Sinewa gestartet. Auch vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk sei mit einer mobilen Abschussrampe eine Rakete geschossen worden. Die Marschflugkörper seien von strategischen Langstreckenbombern aus gestartet worden.

Präsident Wladimir Putin leitete als Oberkommandeur die Übung. Der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu erklärte, dass man die Reaktion auf einen nuklearen Angriff des Feindes üben wolle.

Russland zieht sich aus Kernwaffenteststopp-Vertrag zurück

Kurz zuvor hatte das russische Parlament den Weg zu Atomwaffentests geebnet. Die Abgeordneten stimmten für die Rücknahme der Ratifizierung des Kernwaffenteststopp-Vertrags. Mit Putins Unterschrift wird die Entscheidung rechtskräftig. Damit wolle man mit den USA gleichziehen, die das Abkommen zwar unterschrieben, aber nie ratifiziert haben.

Der Vertrag wurde zwar bereits 1996 ausgearbeitet und von der UN-Generalversammlung angenommen, in Kraft getreten ist er jedoch nach wie vor nicht. Dazu müssten ihn die 44 Staaten unterzeichnen und ratifizieren, die nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation 1995 über Kerntechnologie verfügten.

41 dieser Staaten haben den Vertrag bisher unterschrieben, 36 haben ihn ratifiziert. Ägypten, China, Indien, Iran, Israel, Nordkorea, Pakistan und die USA haben den Vertrag noch nicht bestätigt. In Zukunft wird nun also auch die Ratifizierung Russlands zur Gültigkeit fehlen.

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