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Back to the roots? Boris Johnson bald bei umstrittenem Sender GB News

Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson im Mai abgebildet
Der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson im Mai abgebildet Copyright Brandon Bell/Getty Images
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Von Euronews mit AFP
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Bevor er in die Politik einstieg, war der ehemalige britische Premier Boris Johnson Journalist - im kommenden Jahr mischt der 59-Jährige beim sehr konservativen Sender GB News mit.

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Vor seiner Zeit in der Politik war Boris Johnson Journalist. Jetzt will der ehemalige britische Premierminister offenbar zurück in den alten Job, diesmal aber im TV, denn er steigt im kommenden Jahr beim sehr konservativen Sender GB News ein. Der 59-Jährige soll eine "Schlüsselrolle" bei der Berichterstattung über die britischen und US-amerikanischen Wahlen spielen. 

2016 hatte sich Johnson als damaliger britischer Außenminister für Donald Trump ausgesprochen.

Er freue sich sehr darauf, bei GB News mitzumachen, schrieb Boris Johnson auf X.

"Unglaublich talentierter Journalist"

Im Sommer 2022 war Boris Johnson nach einer Reihe von Skandalen als Regierungschef zurückgetreten - u.a. war er bei Partys in der Downing Street dabei, die gegen die damals geltenden Coronaregeln verstießen.

Johnson soll eine Reihe von Sendungen präsentieren, die "die Macht Großbritanniens in der Welt aufzeigen", teilte der Sender GB News am Freitag mit.

"GB News ist ein rebellischer Sender mit einem treuen und wachsenden Publikum", sagte Boris Johnson und fügte hinzu, er sei "hocherfreut" über die Idee, "seine freimütige Meinung zum Weltgeschehen" kundzutun.

Der redaktionelle Leiter des Senders, Michael Booker, sprach vom "enormen" Stolz des Senders, dass Boris Johnson, "der einflussreichste Premierminister unserer Generation" und "ein unglaublich talentierter Journalist", sich zur GB News "Familie" gesellt.

Mehrere Tory-Politiker sind bereits jetzt für den Sender tätig.

Im Juni war Johnson als Abgeordneter zurückgetreten, nachdem eine Untersuchung ergeben hatte, dass er das Parlament in seinen Erklärungen zu "Partygate" belogen hatte. Seitdem hält der Ex-Premier lukrative Vorträge - und er ist Kolumnist für die Boulevardzeitung Daily Mail.

Einst Korrespondent in Brüssel

Bevor er als Bürgermeister von London mit spektakulären Auftritten Aufsehen erregte und Mitglied mehrerer Regierungen war, machte Boris Johnson ein Praktikum als Journalist bei der Times. Er wurde aber gefeuert, weil Zitate gefälscht hatte.

Im Jahr 1989 wurde der spätere Brexit-Befürworter Brüssel-Korrespondent des Daily Telegraph. Danach arbeitete Johnson in London als politischer Kolumnist für die konservative Tageszeitung und das Magazin The Spectator.

GB News ist seit dem Start im Juni 2021 sehr umstritten und wurde wiederholt von der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom wegen Verstößen gegen die Pflicht zur unparteiischen Berichterstattung verwarnt.

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