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Enttäuschte Hoffnung auf eine ukrainische Gegenoffensive

Enttäuschte Hoffnung auf eine ukrainische Gegenoffensive
Enttäuschte Hoffnung auf eine ukrainische Gegenoffensive Copyright ROMAN PILIPEY/AFP
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Von Euronews
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Noch im Frühsommer war die Hoffnung groß, dass die ukrainische Gegenoffensive ebenso schnell wie effektiv sein würde. Kurz zuvor hatte sie in kurzer Zeit verlorene Gebiete zurückerobert.

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Noch im Frühsommer war die Hoffnung groß, dass die ukrainische Gegenoffensive ebenso schnell wie effektiv sein würde. Kurz zuvor hatte sie in kurzer Zeit verlorene Gebiete zurückerobert.

Die Frontlinie hat sich jedoch seit Juni kaum bewegt. Die ukrainische Armee hat schätzungsweise 400 km² zurückerobert - eine Fläche, die kleiner ist als die der Stadt London.

Während sich die Ukraine mit Nachschub versorgte und den Gegenangriff vorbereitete, baute Russland starke Befestigungen aus, die sich als wirksam erwiesen. Nun könnten die westlichen Verbündeten der Ukraine bald die Kampfflugzeuge liefern, um die sie seit Monaten bittet. 

Kampfflugzeuge werden erst im Frühjahr einsatzbereit sein

"Der relative Misserfolg liegt vor allem darin begründet, dass die Ukraine nicht in die strategische Tiefe Russlands vorstoßen kann", sagt JP Maulny vom Institut des Relations Internationles et Stratégiques (IRIS). "Diese Kampfflugzeuge werden erst im Frühjahr nächsten Jahres einsatzbereit sein."

"Wenn ich sage, dass die Ukraine nicht auf russisches Territorium vorstoßen kann, dann liegt das einfach an den Grenzen und Bedingungen, die der Westen seit Beginn des Konflikts gestellt hat. Sie haben darauf bestanden, dass der Konflikt nicht auf russisches Territorium übergreifen darf", so der Experte JP Maulny. 

Die ukrainischen Streitkräfte werden mit den ihnen zur Verfügung stehenden Waffen durch den Winter kommen müssen. Dabei ist ihnen bewusst, dass Russland diese Zeit nutzen könnte, um eine neue Offensive zu starten

Schwierige Entscheidungen im Winter

"Russland wird meiner Meinung nach das gleiche tun wie im letzten Jahr und versuchen, ukrainische Städte, die ukrainische Infrastruktur und Kraftwerke zu bombardieren, um die Stromversorgung zu unterbrechen", sagt Max Bergmann vom Center for  Strategic and International Studies.

"Und Russland hofft, den Willen der Ukrainer zu schwächen, aber auch die ukrainische Luftabwehr zu schwächen, so dass die Ukraine sich entscheiden muss, ob sie ihre Streitkräfte an der Front oder ihre Städte verteidigen will."

Im Moment wartet Kiew ungeduldig darauf, dass die USA ihre finanzielle Unterstützung erneuern. Sollte sich der Kongress dazu entschließen, diese zurückzuziehen oder zu verringern, wäre Europa kaum in der Lage, einzuspingen. Der Rückhalt bröckelt beeits.

Im September kündigten Polen und die Slowakei an, ihre Militärhilfe für die Ukraine teilweise oder ganz einzustellen.

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