Attacke auf Journalisten im Südlibanon: Neue Hinweise durch AFP-Untersuchung

Der verhängnisvolle Granatenangriff im Libanon
Der verhängnisvolle Granatenangriff im Libanon Copyright AFP TV/screengrab
Von Greta RuffinoAFP
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Bislang hat die israelische Armee nicht die Veerantwortung für den Beschuss mit einer Granate übernommen, der für einen Reporter tödlich endete. Eine Fotografin verlor ein Bein.

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Bei der Untersuchung des tödlichen Beschusses einer Gruppe von Journalisten im Südlibanon wurde festgestellt, dass die Explosion wahrscheinlich durch einen israelischen Panzerangriff verursacht wurde. 

Ein Reuters-Reporter wurde getötet und sechs weitere Medienvertreter wurden verletzt, darunter zwei der AFP. Die französische Nachrichtenagentur leitete nach dem Vorfall am 13. Oktober eine Untersuchung ein. Sie ergab, dass die Granate wahrscheinlich aus der Nähe eines israelischen Grenzdorfes abgefeuert wurde.

Die Fotografin Christina Assi verlor bei der Explosion ein Bein. Sie sagte auf ihrem Bett im Krankenhaus: "Es gab keine Hamas um uns herum, keine Hisbollah um uns herum, es gab niemanden, wir waren nur eine Gruppe von Journalisten, die ihre Arbeit machten, und wir wurden von Israel zweimal angegriffen, nicht einmal, was dazu führte, dass mein Bein amputiert wurde."

Das israelische Militär hat erklärt, es bedauere den Tod des Journalisten und die Verletzungen der anderen. Es sagt, es untersuche die Explosion, hat sich aber nicht zu ihr bekannt.

Israel und die Hisbollah haben sich seit dem Angriff der Hamas am 7. Oktober mehrmals Gefechte oder Schusswechsel an der Grenze zum Libanon geliefert.

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