Blinken und Baerbock auf diplomatischer Mission: Flächenbrand in Nahost verhindern

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Blinken Copyright Evelyn Hockstein/AP
Von Euronews mit AP
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Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und ihr US-amerikanischer Kollege Antony Blinken sind deshalb auf diplomatischer Mission in der Region. Ihre Priorität ist es, zu verhindern, dass sich der Konflikt in der Region ausbreitet.

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Die USA und Europa setzen ihre diplomatischen Bemühungen zur Eindämmung des Nahostkonflikts fort. US-Außenminister Antony Blinken traf sich in Katar zu Gesprächen mit Staatsoberhaupt Tamim bin Hamad Al Thani. 

Das Emirat Katar vermittelt seit Monaten in dem Krieg zwischen Israel und der Hamas. Al Thani sagte, dass die Tötung eines Hamas-Führers durch einen israelischen Drohnenangriff in Beirut in der vergangenen Woche die Verhandlungen erschweren würden.  

Priorität: regionale Ausbreitung des Konflikt verhindern

Seit dem tödlichen Angriff auf den Hamas-Führer im Nachbarland Libanon hat sich der Konflikt gefählich zugespitzt. Blinken warnte in Katar erneut davor, dass sich der Konflikt wie ein Geschwür in der Region ausbreiten könnte. Das zu verhindern, habe momentan Priorität. Thema war auch die katastrophale humanitäre Lage in Gaza.

"Zu viele palästinensische Zivilisten leiden unter dem unzureichenden Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser, Medikamenten und anderen lebenswichtigen Gütern. Vor allem Kinder."

Zuvor hatte sich Blinken in Jordanien mit König Abdullah II beraten, der die USA aufrief, sich für eine sofortige Waffenruhe einzusetzen. Ohne eine gerechte Lösung der Palästinenserfrage werde es in der gesamten Region keine langfristige Stabilität geben.

Die USA sind der wichtigste Verbündete Israels. Blinken hält sich seit Freitag in der Region auf und bemüht sich um eine Deeskalation der Lage. Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ist im Nahen Osten. 

In Israel sprach sie mit Staatspräsident Jitzchak Herzog und ihrem israelischen Amtskollegen Israel Katz. Sie bekräftigte "Israels Recht", sich zu verteidigen, mit der Notwendigkeit, palästinensische Zivilisten zu schützen.

"Denn es wird immer deutlicher, dass die israelische Armee mehr für den Schutz der Zivilisten in Gaza tun muss. Sie muss Wege finden, die Hamas zu bekämpfen, ohne so viele palästinensische Menschenleben zu gefährden", so Baerbock.

Nach Gesprächen im Libanon ist der Chefdiplomat für die EU-Außenpolitik, Josep Borrell, zu zweitägigen Unterredungen über den Nahostkonflikt in Saudi-Arabien.

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