Nach Ermordung von Hamas-Funktionär: Hisbollah-Chef droht Verantwortlichen mit Rache

In einer Rede am Mittwoch hat sich Hisbollah-Chef Nasrallah zu der Ermordung des hochrangigen Hamas-Funktionärs Saleh al-Arouri geäußert.
In einer Rede am Mittwoch hat sich Hisbollah-Chef Nasrallah zu der Ermordung des hochrangigen Hamas-Funktionärs Saleh al-Arouri geäußert. Copyright AP
Von Euronews
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Nach der Ermordung des hochrangigen Hamas-Funktionärs Saleh al-Arouri in Beirut hat der Chef der Hisbollah den Verantwortlichen mit Rache gedroht. Die Hisbollah und die Hamas beschuldigen Israel, hinter dem Angriff zu stecken.

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Nach der Ermordung des Hamas-Spitzenfunktionärs Saleh al-Arouri in der libanesischen Hauptstadt Beirut am Dienstag hat sich nun Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah geäußert.

Nasrallah: "Unhervohlener israelischer Angriff"

Der Kopf der libanesischen Terrororganisation brachte sein Mitgefühl zum Ausdruck.

"Wir sprechen unsere Glückwünsche und unser Beileid unserem geliebten Bruder, dem großen Anführer Scheich Saleh, dem stellvertretenden Chef des Politbüros der Hamas-Bewegung, und seinen Kameraden bei al-Qassam und der Hamas aus, die gestern bei einem unverhohlenen israelischen Angriff auf den südlichen Vorort von Beirut zu Märtyrern geworden sind", sagte Nasrallah.

Auch den Angehörigen der Opfer des Angriffs auf die Gedenkfeier anlässlich des Todestages des iranischen Generals Kassem Soleimani am Mittwoch sprach er sein Mitgefühl aus.

Den Verantwortlichen hinter der Ermordung al-Arouris drohte Nasrallah mit Rache. Dieses "gefährliche Verbrechen" werde nicht "ohne Antwort und ohne Strafe" bleiben, sagte er.

Sowohl die Hisbollah als auch die Hamas beschuldigen Israel, hinter dem Drohnenangriff in Beirut zu stecken. Israel weigert sich bisher, sich zur Ermordung al-Arouris zu äußern.

Am Mittwoch betonte David Barnea, der Direktor des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, jedoch, dass der Geheimdienst jedes Hamas-Mitglied aufspüren werde, dass am Angriff auf Israel am 7. Oktober beteiligt gewesen sei.

Nasrallah droht mit "Kampf ohne Grenzen"

Seit über zwei Monaten bekämpfen sich Israel und die Hisbollah an der israelisch-libanesischen Grenze. Nun könnte die Auseinandersetzung weiter eskalieren.

In seiner Rede am Mittwoch erklärte Nasrallah, dass die Hisbollah bisher "die Notwendigkeit, Gaza zu unterstützen" und "die nationalen Interessen des Libanon" vorsichtig abgewogen habe.

Sollte Israel jedoch einen Krieg gegen den Libanon beginnen, sei die Gruppe bereit für einen "Kampf ohne Grenzen". "Sie werden es bereuen", fügte er hinzu.

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