London besorgt über bisher heftigste Huthi-Angriffe vor Suez-Kanal - Solidarität mit Gaza?

Neue Angriffe der Houthi auf Schiffe, die im Roten Meer in Richtung Suez Kanal unterwegs sind
Neue Angriffe der Houthi auf Schiffe, die im Roten Meer in Richtung Suez Kanal unterwegs sind Copyright Mass Communications Spc. 2nd Class Moises Sandoval/AP
Von Euronews mit AP
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🚢 Briten und US-Amerikaner haben eigenen Angaben zufolge die bisher schlimmsten Angriffe der Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe im Roten Meer abgewehrt.

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Laut dem Verteidigungsministerium in London haben britische und US-Kriegsschiffe, den bisher größten Raketen- und Drohnen-Angriff von Huthi-Rebellen im Roten Meer abgewehrt. 

Die von Iran unterstützten jemenitischen Huthi (auch: Houthi) haben offenbar mehrere internationale Frachtschiffe attackiert, die in Richtung Suez-Kanal unterwegs waren.

Der britische Verteidigungsminister Grant Shapps zeigte sich besorgt über die verstärkten Angriffe und berichtete auf X über den Einsatz der britischen Marine und der HMS Diamond. 

Angriffe auf Frachtschiffe ohne Verbindung zu Israel

Wie ein Experte erklärt, erhalten die Huthi im Jemen-Krieg Waffen aus Iran und stellen sich im Konflikt zwischen Israel und der Hamas aus die Seite der Palästinenser in Gaza.

Jon Gambrell, AP-Nachrichtenchef für den Persischen Golf und Iran, sagt: "Die Houthis haben im Laufe des Krieges sowohl Unterstützung als auch Waffen aus dem Iran erhalten. In letzter Zeit haben die Houthis jedoch damit begonnen, Schiffe im Roten Meer anzugreifen. Die Rebellen behaupten, dass sie damit die Palästinenser im Gazastreifen in Israels Krieg gegen die Hamas unterstützen wollen, obwohl viele der angegriffenen Schiffe keine eindeutigen Verbindungen zu Israel haben."

Von Iran unterstützte Huthi wollen Solidarität mit Palästinensern in Gaza durch Angriffe unterstreichen

Die Huthi bestreiten im Gespräch mit Euronews, iranische Interessen zu vertreten oder Schiffe anzugreifen, die nicht in Verbindung mit Israel stehen.

Mohammad Abd Assalam, ein Sprecher der Houthi-Gruppe, erklärte kürzlich: "Sana`a hat ausdrücklich erklärt, dass nur israelische Schiffe oder solche, die nach Israel fahren oder mit Israel verbunden sind, angegriffen werden. Alle anderen Schiffe werden nicht ins Visier genommen. Deshalb ist es den USA nicht gelungen, die Welt davon zu überzeugen, dass die Angriffe auf das Rote Meer mit echten Risiken verbunden sind. Die internationalen Korridore sind sicher und stabil."

Der UN-Sicherheitsrat bereitet eine Resolution vor, der die Angriffe der Huthi im Roten Meer verurteilt und die Freigabe des Frachtschiffs Galaxy, dessen Crew die Houthi Ende November vor Saudi Arabien gekidnappt hatten.

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