Ukraine-Krieg: Selenskyj nennt erstmals Zahl von 31.000 getöteten Soldaten

Rund 31.000 ukrainische Soldaten sind seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine getötet worden, teilte Wolodymyr Selnsnyj auf einer Pressekonfenz mit.
Rund 31.000 ukrainische Soldaten sind seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine getötet worden, teilte Wolodymyr Selnsnyj auf einer Pressekonfenz mit. Copyright Vadim Ghirda/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Diana Resnik mit AP
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Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges hat Kiew die Zahl der getöteten ukrainischen Soldaten veröffentlicht. Rund 31.000 ukrainische Kämpfer sind im Krieg umgekommen, so Selenskyj. Die Zahl der getöteten Zivilisten nannte er aber nicht.

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Rund 31.000 ukrainische Soldaten sind seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine getötet worden, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz in Kiew mitgeteilt hat.

Das liege weit unter der Zahl, die der russische Präsident Wladimir Putin genannt hat, so Selenskyj. Die Zahl der getöteten Zivilisten nannte er bislang aber nicht.

31.000 ukrainische Militärangehörige wurden in diesem Krieg getötet.

"31.000 ukrainische Militärangehörige wurden in diesem Krieg getötet", so Selenskyj. "Nicht 300.000, nicht 150.000, wie Putin in seinen Lügen verbreitet. Aber dennoch ist jeder dieser Verluste ein großes Opfer für uns."

Es ist das erste Mal seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, dass Kiew die Zahl der getöteten ukrainischen Soldaten veröffentlicht. 

Russische Verluste wohl größer als gedacht

Auf russischer Seite gab das russische Verteidigungsministerium nur etwas mehr als 6.000 getötete Soldaten an. Berichte von US-amerikanischen und britischen Beamten schätzen diese Zahl aber als deutlich höher ein. Ein Mitte Dezember 2023 veröffentlichter Bericht der US-Geheimdienste schätzt, dass etwa 315.000 russische Soldaten in der Ukraine getötet oder verwundet wurden.

Der unabhängige russische Nachrichtendienst Mediazona hingegen berichtete, dass in den Jahren 2022 und 2023 etwa 75.000 russische Männer im Krieg gefallen sind. Eine gemeinsame Untersuchung von Mediazona und Meduza, einer weiteren unabhängigen russischen Nachrichtenseite, zeigt, dass Moskau täglich etwa 120 Mann verliert.

Am 17. Februar haben die russischen Streitkräfte die ostukrainische Stadt Awdijiwka eingenommen. Der Leiter der russisch kontrollierten Region Donezk, Denis Puschilin, veröffentlichte auf seinem Telegrammkanal Aufnahmen aus der zerstörten Stadt. Die Einnahme von Awdijiwka war der größte Sieg auf dem Schlachtfeld für Russland seit dem Kampf um Bachmut.

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