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Eisheilige 2025: Kälte-Schock im Frühling?

Eisheilige 2025: Raureif auf einem Schlehendorfstrauch in Bremen.
Eisheilige 2025: Raureif auf einem Schlehendorfstrauch in Bremen. Copyright  AP Photo
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Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am
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Die Eisheiligen entspringen einer alten Bauernregel und bezeichnen die letzten Frostnächte des Jahres. Was ist an der Tradition noch dran und wie frostig wird dieser Mai?

Die Eisheiligen bezeichnen einen möglichen Kälteeinbruch im Frühling. Laut traditionellen Bauernregeln sind es die letzten möglichen Frostnächte des Jahres. Gärtner und Pflanzenliebhaber müssen ihre Gewächse noch einmal vor winterlichen Temperaturen schützen.

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Diese Bauernregeln gibt es zu den Eisheiligen

Das Wetterphänomen, auch "Eismänner" oder "kalte Sophie" genannt, beschreibt Frosteinbrüche zwischen dem 11. und 15. Mai. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kann es an diesen Tagen durch Kaltlufteinbrüche zu Frost in Mitteleuropa kommen.

Die kalte Polarluft kommt im Norden Deutschlands schneller an, deshalb gelten hier vor allem die drei Tage vom 11. bis 13. Mai als Eisheilige. Im Süden und Südosten Deutschlands dauern sie bis zum 15. Mai.

Die Bauernregel macht dafür verschiedene Heilige verantwortlich. "Pflanze nie vor der kalten Sophie", heißt es traditionell. Die "Kalte Sophie" oder Sophia von Rom ist die letzte der fünf Eisheiligen.

Die Namensgeber der Eisheiligen sind frühchristliche Bischöfe und Märtyrer aus dem vierten und fünften Jahrhundert. Neben der "Kalten Sophie" gibt es auch Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius. "Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder", heißt es in einer weiteren Bauernregel.

Eisheilige 2025: Frostnächte werden unwahrscheinlicher

Aufgrund des voranschreitenden Klimawandels sind die Auswirkungen der Frostnächte abgemildert worden. Junge Pflanzen wie etwa Tomaten laufen jedoch Gefahr, durch den Frost beschädigt zu werden.

Die Wahrscheinlichkeit von Kaltlufteinbrüchen Mitte Mai liegt laut dem DWD vor allem im süddeutschen Raum mittlerweile unter 50 Prozent. Die Frostgrenze hat sich - je nach Region - kalendarisch um einige Tage nach vorne geschoben.

Im Vergleich zu vorher auftretenden Kälteperioden (zum Beispiel Ende April) wirken sich laue Frostnächte im Mai nicht mehr so stark auf die Vegetation aus, die dann bereits fortgeschritten und resistenter ist.

Die Ursache für Frost im Mai liegt daran, dass sich Nord- und Südeuropa unterschiedlich schnell erwärmen. Durch den Temperaturunterschied entstehen Tiefdruckgebiete, die polare Kaltluft nach Deutschland lenken können. Sind die Nächte klar, kann es kalt werden.

Was bedeuten die Eisheiligen für Gartenfreunde?

Gärtner und Pflanzenliebhaber warten oft die Eisheiligen ab, bevor sie Ziehpflanzen nach draußen stellen. Spätfrost kann neben Blumen auch Obstbäume und junge Gemüsepflanzen treffen. Empfindliches Gemüse sind beispielsweise Tomaten, Gurken, Bohnen oder Zucchini. Frieren die Pflanzen im jungen Zustand ein, bringen sie oftmals keine Ernte zustande.

Wer die Möglichkeit hat, die Pflanzen bis Mitte Mai im Haus oder in der Wohnung zu behalten, kann so auf Nummer sicher gehen. Falls Kräuter oder Blumen nur auf dem Balkon oder der Terrasse Platz finden, schafft auch ein Vlies oder eine Folie zum Abdecken Abhilfe.

Aktuell deutet der Wetterbericht für den diesjährigen Mai auf milde Temperaturen hin. Trtozdem kann es vereinzelt zu Minusgraden und Frostnächten kommen.

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