Die Schweiz verspricht, alle Gelder aus illegalen Quellen an die venezolanische Bevölkerung zurückzugeben, falls sich dies durch gerichtliche Untersuchungen bestätigen sollte, so die Schweizer Exekutive.
Der Schweizer Bundesrat hat am Montag beschlossen_,_ "etwaige Vermögenswerte von Nicolás Maduro und anderen mit ihm verbundenen Personen in der Schweiz" zu blockieren, zwei Tage nachdem die USA den venezolanischen Staatschef im Rahmen einer aufsehenerregenden Militäroperation in Caracas gefangen genommen hatten.
Die Schweiz "will damit eine Kapitalflucht verhindern", weist aber darauf hin, dass "kein Mitglied der amtierenden venezolanischen Regierung von dieser Maßnahme betroffen ist".
Sollten spätere Gerichtsverfahren ergeben, dass die Gelder illegalen Ursprungs sind, "wird die Schweiz dafür sorgen, dass sie an die venezolanische Bevölkerung zurückgegeben werden", heißt es in der Erklärung weiter.
_"_Die Blockierung [...] ergänzt die bereits bestehenden Sanktionen gegen Venezuela nach dem Embargogesetz, die seit 2018 gelten und auch Maßnahmen zur Blockierung von Vermögenswerten umfassen", so die Schweizer Regierung.
Nicolás Maduro erschien am Montag um 12 Uhr mittags (18 Uhr in Deutschland) vor einem Bundesgericht in Manhattan. Der gestürzte Staatschef sieht sich vier Anklagepunkten gegenüber, darunter "Verschwörung zum Narcoterrorismus" und "Besitz von automatischen Waffen". Einige der Anklagepunkte richten sich auch gegen seine Ehefrau Cilia Flores, seinen Sohn und mehrere hochrangige Beamte.
Diese erste Anhörung - die sogenannte Anklageverlesung - markiert den Beginn eines Gerichtsverfahrens, in dem festgestellt werden soll, ob der venezolanische Präsident in den USA vor Gericht gestellt werden kann.
Am Tag seiner Gefangennahme hatte US-Außenminister Marco Rubio auf X erklärt, Nicolás Maduro sei _"_nicht der Präsident Venezuelas" und führe "das Los-Soles-Kartell, eine narcoterroristische Organisation, die ein Land übernommen hat".