Die spanische Regierung rät ihren Bürgern, den Iran angesichts der sich verschlechternden Sicherheitslage zu verlassen. Die USA evakuieren wegen der Gefahr einer militärischen Eskalation ihre Truppen aus ihren Stützpunkten in Katar.
Das spanische Außenministerium empfiehlt den spanischen Staatsbürgern im Iran, das Land angesichts der tiefgreifenden Instabilität so schnell wie möglich mit den verfügbaren Mitteln zu verlassen. Die Sicherheitslage im Iran hat sich durch die Protestwelle, die starke Repression des Regimes und die wachsenden internationalen Spannungen massiv verschlechtert.
Der Appell erging wenige Stunden, nachdem die USA beschlossen hatten, einen Teil ihres Personals von ihren Militärstützpunkten in Katar abzuziehen und zu verlegen. Diese Präventivmaßnahme hatt US-Präsident Donald Trump angeordnet, weil mögliche iranische Angriff oder Vergeltungsschläge zu befürchten sind.
Das spanische Außenministerium betont, dass die Lage vor Ort "sehr unbeständig" sei und erinnert die Spanier, die sich im Iran aufhalten, daran, Kundgebungen, Demonstrationen und jeglichen Kontakt mit offiziellen Gebäuden oder Sicherheitskräften zu vermeiden.
Großbritannien rät Bürgern von Reisen nach Israel ab
Auch Großbritannien warnt seine Staatsbürger, allerdings vor nicht notwendigen Reisen nach Israel. Denn angesichts der angespannten Lage im Iran könnten Konsequenzen für die gesamte Region zu erwarten sein. Das Außenministerium erklärt, eine Eskalation der Lage in der Region könne das Reisen unmöglich machen und andere nicht vorhergesehene Folgen haben.
Für Teile Israels und die Palästinensischen Autonomiegebiete gelte weiter eine komplette Reisewarnung, die höchste Warnstufe des Ministeriums.
Iran schließt seinen Luftraum
Der Iran hat am frühen Donnerstagmorgen die Schließung seines Luftraums angeordnet. Die iranische Regierung hat keine näheren Begründung für die Schließung abgegeben. Die Anordnung erfolgt vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen wegen der landesweiten Proteste sowie der Möglichkeit eines amerikanischen Militärangriffs als Reaktion darauf.