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Trump: Hamas entwaffnet sich – Hoffnung auf Frieden in Gaza

Kämpfer der Hamas kommen an einem Ort an, an dem sie nach den Überresten von Geiseln in Jabalia suchen, 1. Dezember 2025
Kämpfer der Hamas kommen an einem Ort an, an dem sie nach den Überresten von Geiseln in Jabalia suchen, 1. Dezember 2025 Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Die USA erklärten, dass die nächste Phase des Waffenstillstandsplans bald beginnt: Sie ebnet den Weg für den Wiederaufbau des Gazastreifens.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, die Hamas stehe kurz davor, ihre Waffen abzugeben – ein Schritt, der den fragilen Waffenstillstand mit Israel voranbringen könnte.

"Viele Leute haben gesagt, dass sie sich niemals entwaffnen würden. Es sieht so aus, als würden sie es tun", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung.

Trump lobte dabei die Zusammenarbeit mit der Hamas, die von den Vereinigten Staaten als Terrororganisation eingestuft wird, nachdem israelische Streitkräfte die sterblichen Überreste der letzten im Gazastreifen festgehaltenen Geisel, Ran Gvili, zurückgeführt hatten.

US-Präsident Donald Trump spricht während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus, 29. Januar 2026
US-Präsident Donald Trump spricht während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus, 29. Januar 2026 AP Photo

"Sie haben uns bei der Rückführung der Leichen geholfen, und die Familie ist sehr dankbar", sagte Trump.

Die Terrororganisation hat eine Entwaffnung bislang jedoch nicht bestätigt. Trump bat seinen Sondergesandten für den Nahen Osten, Steve Witkoff, um eine Einschätzung der Lage. Dieser zeigte sich überzeugt, dass die Hamas ihre Waffen abgeben werde.

"Wir haben die Terroristen dort rausgeholt, und sie werden sich demilitarisieren. Sie haben keine andere Wahl", sagte Witkoff. "Sie werden ihre Waffen abgeben, sie werden die AK-47 niederlegen", fügte er hinzu.

Die Hamas erklärte, die Rückgabe von Gwilis Leiche unterstreiche ihr Engagement für den Waffenstillstand, betonte jedoch erneut, dass sie ihre Waffen bisher nicht abgegeben habe. Die Gruppe bezeichnete eine vollständige Entwaffnung wiederholt als rote Linie, deutete jedoch an, unter bestimmten Bedingungen bereit zu sein, ihre Waffen an eine palästinensische Regierungsbehörde zu übergeben.

Die Entwaffnung gilt als zentraler Bestandteil der zweiten Phase des im Oktober vereinbarten Waffenstillstandsplans. In diesem Zusammenhang wurde auch ein palästinensisches Technokratenkomitee eingesetzt, das die Verwaltung des schwer zerstörten Gazastreifens übernehmen soll.

Die USA erklärten vergangene Woche, man trete nun in die nächste Phase des Waffenstillstandsplans ein. Diese sieht neben dem Wiederaufbau des Gazastreifens auch die Einsetzung einer Gruppe palästinensischer Experten vor, die unter amerikanischer Aufsicht die täglichen Verwaltungsaufgaben übernehmen sollen.

Palästinenser gehen inmitten von Gebäuden, die durch israelische Luft- und Bodenoperationen zerstört wurden, in Gaza-Stadt, 29. Januar 2026
Palästinenser spazieren inmitten von Gebäuden, die durch israelische Luft- und Bodenangriffe in Gaza-Stadt zerstört wurden, 29. Januar 2026 AP Photo

In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte Witkoff, die von Trump vermittelte Waffenstillstandsvereinbarung sei nach zwei Jahren Krieg zwischen Israel und der Hamas nun in ihre zweite Phase eingetreten. Diese umfasse den Übergang von der Waffenruhe zur Entmilitarisierung, zur technokratischen Verwaltung und zum Wiederaufbau.

"Wir kündigen den Beginn der zweiten Phase des 20-Punkte-Plans des Präsidenten zur Beendigung des Gaza-Konflikts an", schrieb Witkoff.

Unklar bleibt jedoch, wer der neuen palästinensischen Übergangsverwaltung angehören soll. Das geplante technokratische Komitee steht vor enormen Herausforderungen, insbesondere bei der Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen für mehr als zwei Millionen Menschen im Gazastreifen sowie bei Fragen zur Finanzierung und praktischen Umsetzung.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird der Wiederaufbau des Gazastreifens mehr als 50 Milliarden Dollar (rund 42 Milliarden Euro) kosten. Der Prozess dürfte Jahre dauern, bislang wurden jedoch nur begrenzte finanzielle Zusagen gemacht.

Weitere Quellen • AP, AFP

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