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Mehrere Explosionen im Iran gemeldet

Teheran, Iran
Teheran, Iran Copyright  Vahid Salemi/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Babak Kamiar & Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am
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Die halboffizielle Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, hat Berichte in sozialen Medien, wonach ein Kommandeur der IRGC-Marine Ziel der Explosionen war, als "völlig falsch" zurückgewiesen.

Im Iran sind am Samstagnachmittag mehrere Explosionen gemeldet worden. Eine davon ereignete sich nach Berichten iranischer Medien in der Hafenmetropole Bandar Abbas am Persischen Golf. Die Detonation traf ein achtstöckiges Gebäude, beschädigte die unteren Stockwerke schwer und ließ sämtliche Fenster des Hauses bersten.

Während einige inländische Quellen von einem Gasleck als Ursache ausgehen, berichten lokale Medien, das Gebäude sei gar nicht an das Gasnetz angeschlossen gewesen.

Einige inoffizielle Quellen behaupteten zudem, Ziel des Vorfalls sei Alireza Tangsiri, der Kommandeur der Marine der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), gewesen. Die der IRGC nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim wies diese Gerüchte jedoch zurück.

Auch aus der Nähe der iranischen Hauptstadt Teheran meldeten Augenzeugen mindestens eine Explosion. Zudem berichtete das iranische Online-Portal Nur News unter Berufung auf den Feuerwehrchef der südwestiranischen Stadt Ahvaz von einer Gasexplosion. Nach offiziellen Angaben kamen dabei mindestens vier Menschen ums Leben.

Am Sonntag will die Islamische Revolutionsgarde ein dreitägiges Marine­manöver in der Straße von Hormus starten – nach eigenen Angaben unter Einsatz scharfer Munition. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gilt als einer der sensibelsten Nadelöhre des Welthandels: Nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur wurden dort 2023 rund 30 Prozent des weltweit per Schiff transportierten Erdöls abgewickelt.

Die Warnung aus Washington fiel aus. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (CENTCOM) erklärte, man werde kein "gefährliches oder provokatives Verhalten" tolerieren. Dazu zählten insbesondere Tiefflüge über US-Kriegsschiffe oder Militärstützpunkte sowie riskante Annäherungen iranischer Schnellboote auf Kollisionskurs mit amerikanischen Schiffen.

Dies ist eine sich entwickelnde Geschichte und unsere Journalisten aktualisieren sie.

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