Wissenschaftler haben eine Riesen-Phantomqualle in der Größe eines "Schulbusses" in der Tiefsee vor Argentiniens Atlantikküste entdeckt.
Ein U-Boot hatte im Dezember im Atlantik vor Argentinien in einer Tiefe von etwa 240 Metern eine riesige Phantomqualle einer seltenen Art entdeckt (Stygiomedusa gigantea). Die Qualle habe die "Größe eines Schulbusses", sagen die Wissenschaftler.
Riesige Phantomquallen wurden erstmals 1899 gesichtet, aber erst 60 Jahre später als eigene Spezies anerkannt. Exemplare wurden in der Regel tot in Schleppnetzen gefunden und selten lebend dokumentiert. Ferngesteuerte Fahrzeuge machten die Sichtung dieser einzigartigen Spezies nun möglich.
Die so genannte Mitternachtszone, in der die Quale entdeckt wurde, erstreckt sich bis zu einer Tiefe von etwa 4.000 Metern und ist nahrungsarm. Sie bietet kaum Schutz, sodass viele kleinere Lebewesen bei größeren Tieren Zuflucht suchen. Phantomquallen bieten Schutz vor Raubtieren. Fische ernähren sich von den Parasiten der Quallen ernähren. Eine Win-Win Situation.