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1.500 Kilo Kokain in Marmor: Drogenhändlerring aufgeflogen

Zwei der Festgenommenen
Zwei der Festgenommenen Copyright  Captura de pantalla del vídeo de la Policía Nacional
Copyright Captura de pantalla del vídeo de la Policía Nacional
Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am
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Die spanische Nationalpolizei hat eine kriminelle Organisation zerschlagen, die Kokain aus Brasilien nach Spanien schmuggelte, versteckt in Marmorstücken. Fast 1.500 Kilo Kokain wurden beschlagnahmt.

In einer gemeinsamen Aktion mit der Zollüberwachung der Steuerbehörde und der brasilianischen Bundespolizei hat die spanische Nationalpolizei eine kriminelle Organisation zerschlagen, die große Mengen Kokain in Marmorstücken versteckt nach Spanien schmuggelte. Im Rahmen der Operation wurden drei Personen festgenommen und fast 1.500 Kilogramm Kokain beschlagnahmt.

Die Ermittlungen hatten schon im vergangenen November begonnen. Damals entdeckten die Beamten Anzeichen für ein Netzwerk, das über scheinbar legale Unternehmen Marmortische, Arbeitsplatten und Waschbecken aus Brasilienimportierte, die jedoch als Versteck für die Drogen dienten. Um die Entdeckung zu erschweren, imprägnierten die Mitglieder der Gruppe die Waren mit Parfüm und Duftsprays, um Kokaingeruch während des Flugtransports zu überdecken.

Die Schmugglergruppe führte sogar eine Testsendung mit Baumaterialien ohne Betäubungsmittel durch, um zu prüfen, ob die Route von der Polizei überwacht wird. Nach dem Test wurden die Sendungen auf dem Luftweg zum Flughafen Madrid-Barajas transportiert und dann auf dem Landweg an verschiedene Industrielager im Land verteilt.

Dank der internationalen Zusammenarbeit konnte eine der größten Lieferungen auf dem Flughafen Belo Horizonte in Brasilien abgefangen werden. Dort wurden 1.200 Kilogramm Kokain sichergestellt, die in Marmortischen versteckt und für Spanien bestimmt waren. Zur gleichen Zeit verfolgten die Ermittler auf spanischem Gebiet die Spur einer anderen Lieferung von Marmorwaschbecken, die bis zur Zollabfertigung im Frachtterminal des Madrider Flughafens verblieben war.

Diese Sendung wurde in ein Industrielager bei Barcelona gebracht und mit Beteiligung von Spezialeinheiten durchsucht. Der Fund: 250 Kilo Kokain, verteilt auf mehr als 200 in Arbeitsplatten und Marmorspülen versteckte Pakete, sowie ein Lieferwagen, ein Lastwagen, mehrere Mobiltelefone und Bargeld.

Bei der Aktion wurden zunächst zwei Männer festgenommen, die versucht hatten, ihre Mobiltelefone zu zerstören, als sie von der Polizei überrascht wurden. Ein drittes Mitglied der Gruppe wurde später festgenommen. Alle drei wurden wegen des Verdachts des Drogenhandels und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor Gericht angehört, und zwei der Festgenommenen in Untersuchungshaft genommen.

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