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Sturm legt Spanien lahm: Tote, gesperrte Straßen, neue Fronten

Der Sturm Marta hat im Norden der Iberischen Halbinsel starke Schneefälle verursacht.
Der Sturm Marta hat im Norden der Iberischen Halbinsel starke Schneefälle verursacht. Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
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Von Rafael Salido
Zuerst veröffentlicht am
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Sturm Marta hält Spanien in Atem: Dutzende Straßen sind wegen Hochwasser und Schnee gesperrt, neue Fronten bringen Regen, Sturm und Kälte. In Ávila starb ein Schneepflugfahrer nach einem Sturz auf vereister Straße.

Der Sturm, der die Iberische Halbinsel seit Tagen heimsucht, hält auch an diesem Sonntag zahlreiche Straßen gesperrt und beeinträchtigt die Mobilität in weiten Teilen des Landes. Während Sturm Marta weiter nach Nordosten zieht, bilden sich im Westen bereits neue atlantische Fronten. In der Provinz Ávila kam am Samstag der Fahrer eines Schneepfluges ums Leben, nachdem das Fahrzeug am Pass El Pico rund 20 Meter einen Abhang hinabgestürzt war.

Nach Angaben der Generaldirektion für Verkehr (DGT) waren zu Tagesbeginn mehr als hundert Straßen gesperrt. Die meisten davon waren infolge von Überschwemmungen unpassierbar, eine beträchtliche Zahl zudem wegen Schnee und Eis.

Insgesamt waren landesweit 184 Straßen betroffen. Besonders gravierend waren die Sperrungen durch Hochwasser: Zahlreiche Straßenabschnitte, vor allem in Andalusien, standen unter Wasser. Am stärksten betroffen ist die Provinz Cádiz, gefolgt von Córdoba und Sevilla. Gleichzeitig sorgen Schneefälle dafür, dass Bergpässe und Straßen in Provinzen wie Granada, Asturien, Salamanca und Navarra gesperrt bleiben. Auf weiteren Strecken ist das Mitführen von Schneeketten vorgeschrieben.

Auch das überregionale Straßennetz blieb nicht verschont. Auf mehreren Autobahnen und Schnellstraßen gelten Einschränkungen für den Schwerverkehr oder temporäre Verkehrsbeschränkungen, insbesondere in Kastilien und León, Asturien und Galicien. Auf einigen Autobahnabschnitten der Meseta sind bei roter Warnstufe Schneeketten Pflicht.

Meteorologisch betrachtet, so die Staatliche Meteorologische Agentur (Aemet), handelt es sich bei diesem Sonntag um einen Übergangstag. Zwar lassen die Niederschläge insgesamt nach, in bereits stark betroffenen Regionen – wie der Straße von Gibraltar, dem Alboran-Meer, den andalusischen Gebirgszügen sowie auf den Balearen, im Nordosten Kataloniens und an der Kantabrischen Küste – halten sie jedoch an. Dort werden lokal kräftige Schauer erwartet, teils begleitet von Gewittern und Hagel.

In den Gebirgen der Zentral- und Nordhalbinsel fällt weiterhin Schnee, teils ab Höhenlagen zwischen 900 und 1.200 Metern. Zudem treten in vielen Regionen, insbesondere an den Küsten und in exponierten Lagen, starke bis sehr starke Windböen auf. Die Behörden rufen angesichts gesättigter Böden, hoher Flusspegel und weiterer angekündigter Fronten in den kommenden Tagen zu äußerster Vorsicht auf.

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