Die neue Geburt ist eine gute Nachricht für das Europäische Zuchtprogramm, das eine lebensfähige Population der vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Elefanten sichern soll.
Weniger als einen Monat nach der Geburt von Hiba, dem ersten Elefantenbaby, das seit 13 Jahren im Zoo von Beauval geboren wurde, bereitet sich der Tierpark auf ein zweites afrikanisches Elefantenbaby vor.
Ashanti, das 23-jährige schwangere Weibchen, steht bereits seit mehreren Tagen unter strenger Beobachtung, da eine Geburt immer mit vielen Fragen verbunden ist.
Die Pfleger haben daher im Blick, ob die werdende Mutter ihre Flanken berührt, ob sie nachts etwas unruhiger wird, ob sie sich hinlegt oder ob sie Wehen bekommt. Nach ihren Hochrechnungen sollte das Elefantenbaby bis Anfang nächster Woche das Licht der Welt erblicken.
"Es ist ihre erste Trächtigkeit, sie ist erstgebärend, also ist es natürlich auch ein bisschen riskanter. Wir wissen nicht, wie sie sich mit dem Baby verhalten wird, und sie ist auch nicht mehr die Jüngste für eine erste Trächtigkeit, also ist es wie bei uns: Je älter man ist, desto mehr Risiken kann es geben", erklärte Laura Rastrelli, Tierpflegerin in der Elefantenabteilung des Parks.
Nach der Geburt eines ersten Elefantenbabys vor drei Wochen hatte der Park "riesige Freude" zum Ausdruck gebracht, da dies "eine hervorragende Nachricht" für das Europäische Zuchtprogramm sei, das eine lebensfähige und genetisch vielfältige Population auf dem Kontinent sicherstellen soll.
Nur noch 415.000 Individuen
Der Afrikanische Elefant ist aufgrund des Verlusts seines Lebensraums, Konflikten mit Menschen und der Wilderei, der größten Bedrohung für den Dickhäuter, kritisch vom Aussterben bedroht. "Elefanten werden illegal wegen ihres Fleisches, ihrer Haut, aber vor allem wegen ihres Elfenbeins abgeschlachtet. Zwischen 20.000 und 30.000 Elefanten werden so jedes Jahr von Wilderern getötet", erklärt der WWF.
"Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent sind 2019 etwa 50 % der festgestellten Todesfälle von Elefanten auf Wilderei zurückzuführen, wobei es regionale Unterschiede gibt: etwa 70 % in Zentralafrika, etwa 30 % im östlichen und südlichen Afrika", so die Tier- und Umwelt-NGO weiter.
Es sollen nur noch 415.000 Tiere in freier Wildbahn leben, während es zu Beginn des letzten Jahrhunderts noch 3 bis 5 Millionen waren.