Bei einer Razzia in New South Wales stellten Behörden mehr als 100.000 lebende exotische Schaben sicher. Die Tiere waren illegal gehalten worden und sollen nun getötet und entsorgt werden.
Australische Behörden haben im Bundesstaat New South Wales eine Zuchtanlage für Insekten durchsucht und dabei mehr als 100.000 lebende exotische Kakerlaken beschlagnahmt.
Das australische Department of Climate Change, Energy, Environment and Water (DCCEEW) teilte mit, der Einsatz in Bathurst westlich von Sydney habe einen geschätzten Wert von 200.000 australischen Dollar gehabt. Es sei die "größte Beschlagnahmung illegaler exotischer Wirbelloser in Australien".
Unter den beschlagnahmten Tieren waren Dubia-Schaben und Madagaskar-Fauchschaben. Beide Arten dürfen in Australien weder legal eingeführt noch gehalten, gezüchtet oder verkauft werden.
"Exotische Kakerlaken sind keiner Umwelt-Risikoanalyse unterzogen worden, und ihr Vorkommen in Australien könnte Krankheiten verbreiten und einheimische Tierarten sowie die Landwirtschaft schädigen", erklärte das DCCEEW.
Die Behörden werden die Kakerlaken nun abtöten und entsorgen.
"Wir nehmen unseren Auftrag, Australiens einzigartige biologische Vielfalt zu schützen, und Verstöße gegen das nationale Umweltrecht sehr ernst", sagte ein Sprecher des DCCEEW. "Wir beobachten illegale Zuchten und den Handel mit exotischen Kakerlaken und setzen Zoofachbetriebe und Tierhalter in Kenntnis."
"Wer exotische Kakerlaken wie Dubia-Schaben oder Madagaskar-Fauchschaben besitzt, züchtet oder mit ihnen handelt, muss damit rechnen, dass die Tiere beschlagnahmt werden und könnte nach Bundesrecht bestraft werden", fügte er hinzu. Reptilienhalter, die Dubia-Schaben als Futter nutzen, sollten auf legale Alternativen wie Grillen oder Waldschaben umsteigen.