Gerade erst hatte Xi in Peking nacheinander US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen. Nun reist er am Montag nach Nordkorea, dessen Machthaber Kim Jong Un seine nuklearen Streitkräfte rapide ausbaut.
Chinas Staatschef Xi Jinping reist zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Pjöngjang, der für Montag, den achten Juni, und Dienstag, den neunten Juni, angesetzt ist, wie beide Länder am Freitag mitteilten. Es ist sein erster Besuch dort seit fast sieben Jahren.
Die Reise findet nur wenige Wochen, nachdem Xi in Peking nacheinander US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen hat.
Neue Urananreicherungsfabrik
Indes hat Nordkorea eine neue Anlage präsentiert, in der Bestandteile für Atomwaffen hergestellt werden sollen.
Expertinnen und Experten sehen darin ein Signal, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un den Status seines Landes als Atommacht noch vor Xis Besuch festschreiben will.
Bei einem Besuch der Anlage kündigte Kim an, die nuklearen Streitkräfte des Landes „in exponentiellem Tempo“ auszubauen.
Nach Angaben des südkoreanischen Militärs handelt es sich bei der neuen Nuklearanlage um eine Urananreicherungsfabrik.
In den vergangenen Jahren hat Kim den Ausbau der Beziehungen zu Russland priorisiert. Er entsandte Truppen und konventionelle Waffen, um Moskaus Krieg gegen die Ukraine zu unterstützen.
Zugleich sucht der nordkoreanische Staatschef wieder verstärkt die Nähe zu China, dem wichtigsten Handelspartner und größten Geberland.
Xi und Kim sind sich zuletzt im September in Peking begegnet und sagten einander gegenseitige Unterstützung sowie eine engere Zusammenarbeit zu.
Kim war in der chinesischen Hauptstadt, um gemeinsam mit anderen ausländischen Staats- und Regierungschefs, darunter Putin, eine Militärparade der chinesischen Armee zu verfolgen.