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Drohnenangriff aus dem Irak: Pipeline in Saudi-Arabien gerät in Brand

Ölleitungen im Hafen von Ras Tanura in Saudi-Arabien (Archivbild)
Ölleitungen im Hafen von Ras Tannura in Saudi-Arabien (Archivaufnahme) Copyright  Tannen Maury/AP
Copyright Tannen Maury/AP
Von Ricardo Figueira
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Die Ost-West-Pipeline bringt saudisches Öl zum Roten Meer und umgeht damit die Straße von Hormus. Der neue Zwischenfall könnte Öl und Sprit weiter verteuern.

Eine in Saudi-Arabien verlaufende Ölpipeline, die als „essenziell“ gilt, um die Blockade der Straße von Hormus zu umgehen, ist nach einem Brand außer Betrieb. Nach Angaben der Behörden entstand das Feuer nach einem Drohnenangriff aus dem Irak.

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Die Ost-West-Pipeline verbindet Abqaiq am Persischen Golf mit dem Hafen Yanbu am Roten Meer. Sie dient als Alternative zur Straße von Hormus für den Transport saudischen Öls in das Rote Meer. In einer Mitteilung des saudischen Außenministeriums ist von einem Brand nahe Medina die Rede, der „personellen und materiellen Schaden“ verursacht habe. Ein Regierungsvertreter in Riad erklärte bereits gegenüber Medien, bei dem Drohnenangriff und dem anschließenden Feuer seien Menschen verletzt worden. Er fügte hinzu, die Pipeline sei aus Vorsichtsgründen abgeschaltet worden.

Die irakische Regierung räumte ein, dass der Angriff von ihrem Staatsgebiet ausging. Sie gab bekannt, den Kommandeur der südlichen Provinz Maysan als Konsequenz entlassen zu haben.

Saudi-Arabien wirft bewaffneten Gruppen mit Verbindungen zum Iran, die im Nachbarland Irak operieren, immer wieder vor, seine Ölanlagen mit Drohnen ins Visier zu nehmen.

Der Golf-Kooperationsrat, dem sechs Staaten der Region angehören, veröffentlichte eine Erklärung, in der er seine Sorge ausdrückt und den Vorfall als „gefährliche Eskalation und inakzeptable Bedrohung für die Sicherheit des Königreichs Saudi-Arabien“ bezeichnet.

Die Regierung in Riad teilte mit, sie werde vorerst nicht auf den Angriff reagieren. Man wolle „in dieser Phase nicht zurückschlagen und die Bemühungen der irakischen Regierung unterstützen, Angriffe von ihrem Territorium auf das saudische Königreich und die Nachbarstaaten zu verhindern“.

Der Vorfall ereignet sich nur einen Tag, nachdem die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen eine strategisch wichtige Insel in der Meerenge Bab al-Mandabunter ihre Kontrolle gebracht haben. Die Insel liegt an einer Schlüsselroute des weltweiten Ölhandels. Der Angriff bedeutet eine weitere Eskalation im Versuch der Huthis, den Handel Saudi-Arabiens zu blockieren; das Königreich unterstützt die Regierung des Jemen. Nach Angaben der Rebellen ist die Schifffahrt in der Meerenge „für alle sicher, außer für die Saudis“.

Der neue Angriff fügt sich ein in eine Reihe von Zwischenfällen im Krieg, den die USA und Israel im Februar gegen den Iran begonnen haben. Diese Entwicklungen treiben den Öl- und Kraftstoffpreis auf immer neue Rekordstände. Am Freitag stieg der Preis für ein Barrel Rohöl auf über 100 Dollar, die Spritpreise erreichten ebenfalls Höchstwerte.

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