Freundlich, aber die Karten bleiben verdeckt: PSA-Chef zu Opels Zukunft

Freundlich, aber die Karten bleiben verdeckt: PSA-Chef zu Opels Zukunft
Von Euronews
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Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen lässt bei der Übernahme des deutschen Konkurrenten Opel alle Möglichkeiten offen.

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Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen lässt bei der Übernahme des deutschen Konkurrenten Opel alle Möglichkeiten offen. Peugeot-Chef Carlos Tavares hat der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten mit Opel-Werken versichert, dass bei der Übernahme des Autobauers alle Standort- und Jobgarantien eingehalten werden.

#Opel-Spitzentreffen: Bundesministerin brigittezypries</a> empfängt den <a href="https://twitter.com/GroupePSA">GroupePSA-Vorstandsvorsitzenden Carlos Tavares https://t.co/SrQdrVsNwqpic.twitter.com/9SHLYwVwZY

— BMWi Bund (@BMWi_Bund) 5. April 2017

«In unserem heutigen Treffen habe ich den Willen von PSA
bekräftigt, die wertvolle Zusammenarbeit mit den
Arbeitnehmervertretungen fortzusetzen», sagte Tavares nach einer Spitzenrunde mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries in Berlin. Mit den Gewerkschaften sei eine Zusammenarbeit “mit dem Ziel einer langfristigen Perspektive für alle Marken, Produktionsstandorte und das Entwicklungszentrum von Opel/Vauxhall in Europa” vereinbart. Mit dabei beim Spitzengespräch: die Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Thüringen/Linke) und Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz/SPD) und der Opel-Koordinator von Bund und Ländern, Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig (SPD))

Betriebsbedingte Kündigungen sind nach den mit dem jetzigen Eigentümer General Motors (GM) vereinbarten Tarifverträgen bis Ende 2018 ausgeschlossen, Investitionszusagen gelten bis 2020. Versprechen darüber hinaus machte Tavares nicht. Europaweit zählt das Unternehmen gut 38.000 Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte arbeiten in Deutschland, am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim und in den Werken in Eisenach und Kaiserslautern.

PSA-Chef Carlos Tavares: Peugeot will die Marke Opel erhalten https://t.co/98Nm3O6IDSpic.twitter.com/dKyIRn0tCE

— Webcentrale.de (@Webcentrale) 5. April 2017

Der Opel-Betriebsrat hatte zuletzt beklagt, nicht ausreichend in die Verkaufsgespräche zwischen Peugeot und der Opel-Mutter General Motors eingebunden zu sein und forderte “gerichtsfeste” Garantien für die Beschäftigten. Bisher existieren die Zusagen nur mündlich. Die Opelaner fürchten, dass Peugeot massiv Stellen abbauen könnte, wenn der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen Ende 2018 ausläuft.

Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer, Universität Duisburg-Essen, rechnet mittelfristig mit einer harten Sanierung. PSA brauche schnell Gewinne, um neben dem stagnierenden Europamarkt international zu wachsen. Dudenhöffer glaubt, dass bei Opel in Europa gut 6500 Mitarbeiter auf der Kippe stehen.

su mit dpa

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