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Opel-Sanierung: Fast 50 % der Stellen sollen abgebaut werden

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Opel-Sanierung: Fast 50 % der Stellen sollen abgebaut werden
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Im Streit um die Sanierung des Autobauers Opel hat der Betriebsrat Vorschläge des Managements zurückgewiesen. Demnach sollen womöglich deutlich mehr Stellen abgebaut werden als zunächst angenommen.

Fast 50 Prozent der Stellen sollen abgebaut werden

Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug erklärte: "Das Angebot das wir haben ist für Eisenach und für ein Fahrzeug - ein Fahrzeug unter dem 700 bis 1000 Leute unmittelbar abgebaut werden sollen. Deswegen ist dieser Vorschlag nicht zukunftsfähig."

Derzeit arbeiten in Eisenach rund 1.800 Mitarbeiter. Insgesamt könnten rund 3.700 der insgesamt 19.000 deutschen Arbeitsplätze gestrichen werden.

Verzicht auf Lohnerhöhung, um Sparziele zu erreichen

Seit Wochen schwelt der Konflikt. Seit der Übernahme durch den französischen Konzern PSA seit August 2017 ist unklar, welche Autos in deutschen Werken zukünftig hergestellt werden sollen. Die Geschäftsführung hatte die Entscheidung vertagt und verlangt, dass die Mitarbeiter auf die tariflich vereinbarte Lohnerhöhung in Höhe von 4,3 Prozent verzichten. Auch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollten die Beschäftigten dauerhaft verzichten, um die Sparziele von Opel zu erreichen. Das lehnt der Betriebsrat ab.

Opel-Chef Michael Lohscheller erklärte, dass Unternehmen wolle in Deutschland investieren und den Tarifvertrag einhalten: "Wir haben konkrete Pläne für Eisenach und Kaiserslautern auf den Tisch gelegt, die sogar besser sind, als das, was im Tarifvertrag festgeschrieben steht. Voraussetzung für die umfangreichen Investitionen ist aber Wettbewerbsfähigkeit."

Die Kosten in den deutschen Werken seien doppelt so hoch wie an anderen Standorten von PSA-Werken, erklärte der Opel-Chef . Ob und wann es zu weiteren Gesprächen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat kommt, ist derzeit unklar.

Opel-Streit erreicht auch Politik

Der Streit erreicht inzwischen auch die Politik. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier sagte, man habe ein großes Interesse an einer nachhaltigen Perspektive für den Autobauer. Am Mittwoch hatte die Bundeskanzlerin das französische Unternehmen PSA an seine im Rahmen der Übernahme gemachten Zusagen erinnert. Bislang hatte Eigentümer PSA versichert, Opel ohne Entlassungen oder Werkschließungen zu sanieren.

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