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Steigende Energiepreise in Italien - "Ich fühle mich wie erhängt"

Steigende Energiepreise in Italien werden immer mehr zur Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher
Steigende Energiepreise in Italien werden immer mehr zur Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher Copyright AP Photo
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Von Euronews mit AP
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Am Sonntag gehen die Italiener und Italienerinnen wählen. Eines der Topthemen im Wahlkampf sind die steigenden Energiepreise. Viele Bürger leiden unter den rasant gestiegenen Gas- und Strompreisen. Auch die Industrie bekommt zunehmend Probleme.

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Die steigenden Energiepreise werden für die italienische Industrie immer mehr zum Problem - Vor allem für Sektoren, die energie-intensiv sind. Viele Fabriken mussten in den letzten Monaten die Produktion deutlich zurückfahren.

Aber auch die Verbraucher*Innen und Ladenbestizer*innen spüren den hohen finanziellen Druck. In einer Bar in Rom hat die Besitzerin zu einem drastischen Bild gegriffen, um ihrem Unmut über die hohe Stromrechnung Ausdruck zu verleihen:

"Ich beschloss, eine erhängte Schaufensterpuppe ins Schaufenster zu stellen, als die Rechnung ankam - eine Rechnung in Höhe von etwa 2500 Euro“, erzählt Laura Ramoni. „Ich fühlte mich wie erhängt und dachte, diese Schaufensterpuppe aufzuhängen und ins Schaufenster zu stellen“. Die Bar-Besitzerin hofft auf mehr Verständnis bei den Kundinnen und Kunden, der Kaffee kostet nämlich jetzt 10 Cent mehr.

Eine Lösung nach den Wahlen?

Die Energiekrise ist das Topthema in den Wahlen am Sonntag. Allerdings scheint es keine wirklichen Unterschiede zwischen den Parteien zu geben, wenn es um Lösungsvorschläge geht, sagt Nathalie Tocci, Direktorin des „International Affairs Institute“:

"Die Unterschiede zwischen den Kandidaten in Bezug auf die Lösungen, die wir für diese energie- und wirtschaftsbezogenen Probleme haben könnten, sind nicht so groß. Deshalb nicht, weil der Spielraum, egal man ob links oder rechts steht, tatsächlich sehr begrenzt ist. Und so kann man keine gute Diskussion über einige dieser Themen führen, weil man am Ende doch einer Meinung ist."

Egal wer die Parlamentswahlen gewinnt, eine rasche Entspannung der Energiekrise scheint derzeit weder in Italien noch sonst wo in Europa wahrscheinlich.

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