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Die Zukunft - und das Geschäft - mit der Bildung

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Von Guy Shone, Laila Humairah, Jack Parrock
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Hochschulen und Universitäten sind dank der Digitalisierung flexibler geworden und bieten immer mehr Online-Kurse an. Studien haben gezeigt, dass traditionelle Vorlesungen allein ineffektiv sein können, verglichen mit digitalen Lösungen, die mehr Interaktion und Problemlösungsübungen bieten.

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The Exchange besucht eine der führenden, internationalen Universitäten, um herauszufinden, wie der Multi-Billionen Euro schwere Bildungssektor die Art und Weise verändert, wie Menschen lernen.

Wir sind zu Gast an der Northwestern University in Katar, um uns das Geschäft mit der Bildung anzusehen. Eine Studie des Weltwirtschaftsforums prognostiziert eine Zukunft der Bildung, die mit der Welt der traditionellen Hörsäle wenig zu tun hat.

Hochschulen und Universitäten sind dank der Digitalisierung flexibler geworden und bieten immer mehr Online-Kurse an. Studien haben gezeigt, dass traditionelle Vorlesungen allein ineffektiv sein können, verglichen mit digitalen Lösungen, die mehr Interaktion und Problemlösungsübungen bieten.

Viele Universitäten beginnen damit, standardisierte Prüfungen abzuschaffen, weil sie befürchten, dass die "große Abschlussprüfung" die wirklichen Kompetenzen eines Studenten nicht wirklich widerspiegeln.

Die Veränderungen in der Art und Weise, wie die Menschen lernen, sind an der Northwestern University in Katar offensichtlich. Schaut man sich dort um, ist es schwer zu glauben, dass man an einer Universität ist und nicht im Newsroom eines großen Medienunternehmens. 

euronews: Man sieht hier sehr viele Beispiele für praxisnahes Lernen. Ist das ein Trend, den Sie nur in der Medienbranche sehen, oder gilt das auch für andere Bereiche?

Marwan M. Kraidy, Dekan an der Nothwestern University in Katar: Ich denke, es ist sehr wichtig für den Mediensektor. Wir sind Teil einer sehr etablierten Tradition in den Vereinigten Staaten, der Tradition der freien Künste. Sie sind unser Fundament: Geschichte, Philosophie, Literatur. Also nicht mehr Latein und Griechisch, sondern Sozial- und Geisteswissenschaften.

Aber wir haben auch Curricula, unsere Studenten lernen die Geschichte des britischen Empires, sie lernen, wie man mit High-End-Kameras umgeht, sie lernen, wie man redigiert, sie lernen, wie man berichtet.

Wir werden nur dann Erfolg haben, wenn beides zusammenkommt. Natürlich ist das eigentliche Lernen, das erfahrungsbezogene Lernen, entscheidend. Man kann niemanden mehr in ein Medienunternehmen schicken, der keine Ahnung von der Technologie hat. Funktioniert das? Manchmal, selten.

Aber die Technologie ist so komplex geworden, die Anforderungen so vielfältig, dass selbst von Berufsanfängern erwartet wird, dass sie neben ihrer theoretischen, didaktischen Ausbildung einige praktische Fähigkeiten besitzen müssen. Aber ich denke, das ist überall so.

Es scheint so, dass praktisches Lernen und ortsunabhängiges Lehren zwei Trends sind, die die Zukunft der Bildung bestimmen.

Wie können Unternehmen aus diesen neuen Trends Kapital schlagen?

In Belgien wird die Technologie entwickelt und produziert, die die Digitalisierung real werden lässt. Das Unternehmen Barco bietet Technologie an, mit der Bildung überall möglich wird. Virtuelle Klassenzimmer und Online-Schulungen sind eine Basistechnologie für Schulen und Unternehmen nach der Pandemie.

Hunderte Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt setzen ein Barco-Technologie ein, um die Lernmotivation zu steigern.

Jan van Houtte ist Vice President weConnect, Barco's EdTech Business Unit: 

"Als Trainer oder Lehrer hat man so sehr engen Kontakt, alle sehen sie. Wenn jemand abgelenkt ist, merken sie das, sie können dann interagieren, dadurch entsteht eine ganz andere Dynamik. Es gibt eine breite Palette von Tools: Frage- und Antwortrunden, Umfragen, visuelle Hilfsmittel."

Vor allem an Business Schools scheint das Fernlernen inzwischen normal zu sein - und für Barco ein Geschäft.

Barco begann als Belgian American Radio Corporation, wurde 1934 gegründet und produzierte amerikanische Radios. Barco hat eine Technologie entwickelt, mit der Chirurgen weltweit live im Operationssaal kommunizieren können.

Johan Fornier ist Executive Vice President Surgical bei Barco: 

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"Einer der Anwendungsfälle, auf die wir uns konzentrieren, ist die Unterstützung des Chirurgen. Das heißt, ein entfernter Experte hilft dem Chirurgen, unterstützt ihn aus der Ferne. Der andere Anwendungsfall ist die Fernschulung."

Und das ist erst der Anfang dessen, was möglich ist, um zu unterrichten – oder Leben zu retten.

Leben verändern durch Bildung - das ist die Vision

JA Europe ist der größte Anbieter von Bildungsprogrammen für Berufsvorbereitung, Finanzwissen und Unternehmertum auf dem Kontinent. Ihr CEO darüber, wie all dies dazu beitragen kann, die Zukunft Europas zu gestalten.

Salvatore Nigro - Chief Executive Officer - JA: "Stellen Sie sich vor, dass 370.000 junge Unternehmer an unserem Programm teilnehmen, während wir uns hier unterhalten. Das werden letztendlich die Einhörner sein, die Europa braucht, um sich wirtschaftlich weiter zu entwickeln. Natürlich müssen wir uns auch mit den traditionellen Sektoren beschäftigen, aber wir müssen uns vorstellen, wie die Arbeitswelt der Zukunft aussehen wird. Wir wechseln die Perspektive, schauen uns an, was sind die Jobprofile, schlüsseln die nötigen Fähigkeiten. Wir bilden junge Leute aus, damit sie erfolgreiche Unternehmer werden oder erfolgreich einen Job finden."

Technologie hat das Lernen von überall zur Realität gemacht. Der Wunsch nach einer qualitativ guten Ausbildung und einem gefragten Abschluss dürfte sich nicht geändert haben - aber die Angebote: Kurse, Coaching und Beurteilungen werden jetzt in jeden Winkel der Erde geliefert - für Millionen von Studenten gleichzeitig.

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  • Eurostat veröffentlicht die Zahlen zum Lohnwachstum im dritten Quartal. Die Lebenshaltungskosten explodieren, und Experten befürchten, dass die Löhne nicht schnell genug wachsen, um die Inflation auszugleichen. Manche Unternehmen versprechen Einmalzahlungen, um den Mitarbeitern über den Winter zu helfen.
  • Obwohl die Inflation ein Rekordhoch erreicht hat, zögert die japanische Zentralbank mit einer Zinserhöhung, da die angeschlagene Wirtschaft weiter geldpolitische Unterstützung in Form von extrem niedrigen Zinssätzen brauche.
  • Der US-Nahrungsmittelkonzern General Mills legt seine Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Der Eigentümer bekannter Marken hat gute Ergebnisse erzielt und seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Aber die schlechte Verbraucherstimmung, Inflation und wackelige Lieferketten könnten die guten Aussichten noch trüben.
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