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Bank of England belässt Leitzins bei 3,75 Prozent – Inflation weiter klar über Ziel

ARCHIV: Fußgänger gehen am 18. Dezember 2025 an der Bank of England in London vorbei. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth, Archiv)
Archivbild: Fußgänger gehen am 18. Dezember 2025 an der Bank of England in London vorbei. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth, Archiv) Copyright  AP Photo
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Von Euronews mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Bank of England belässt den Leitzins bei 3,75 Prozent. Die Inflation liegt über dem Ziel von zwei Prozent, Frühdaten 2026 zeigen einen überraschend robusten Jahresstart und erschweren schnelle Zinssenkungen.

Die Bank of England hat ihren Leitzins am Donnerstag bei 3,75 Prozent belassen. Die Teuerung liegt weiter über dem Ziel, zugleich mehren sich die Zeichen für eine anziehende Konjunktur.

Die Notenbank, die die Zinsen für das gesamte Vereinigte Königreich festlegt, senkt die Sätze seit eineinhalb Jahren schrittweise – meist im Abstand von etwa drei Monaten.

Zuletzt senkte sie den Schlüsselzins im Dezember um einen Viertelprozentpunkt und stellte weitere Schritte für dieses Jahr in Aussicht.

Seither deuten mehrere Konjunkturdaten auf einen besseren Jahresauftakt der britischen Wirtschaft hin als erwartet. Das könnte den Inflationsdruck wieder erhöhen.

Die Inflation ist in den vergangenen zwölf Monaten zwar gesunken, liegt mit 3,4 Prozent aber weiterhin klar über dem Ziel der Bank of England von zwei Prozent.

„Die ersten Daten für 2026 deuten auf eine stärkere Nachfrage und hartnäckigere Inflation hin, als wir erwartet hatten“, sagte Andrew Wishart, leitender UK-Volkswirt bei der Berenberg Bank.

Ökonominnen und Ökonomen betonen, dass vor allem die kommenden Daten entscheiden, wann die Notenbank die Zinsen erneut senkt.

Niedrigere Zinsen stützen das Wachstum, weil Kredite günstiger werden. Verbraucherinnen und Verbraucher geben dann häufig mehr aus, und Unternehmen investieren mehr. Gleichzeitig kann das die Preise weiter anheizen.

Zentralbankerinnen und Zentralbanker müssen diese gegenläufigen Kräfte sorgfältig abwägen. Sie wollen verhindern, dass die Inflation Löhne und Ersparnisse entwertet, ohne das Wachstum unnötig auszubremsen.

Die Labour-Regierung in Großbritannien hat seit ihrem Wahlsieg bei der Parlamentswahl 2024 viel Rückhalt verloren, auch wegen der wirtschaftlichen Lage. Sie setzt nun darauf, dass die Inflation in diesem Jahr deutlich zurückgeht und der Zentralbank weiteren Spielraum für Zinssenkungen verschafft.

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