Wegen der US-Zölle und vor allem wegen China verzeichnet der deutsche Autobauer Mercedes 2025 dramatische Verluste. Der Konzern will weiter sparen.
Mit den an diesem Donnerstag in Stuttgart verkündeten miesen Zahlen hatte Mercedes-Benz schon gerechnet. Die Gewinne des Autobauers sind 2025 um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen. Der Umsatz verringerte sich um neun Prozent.
Das liegt vor allem an den schlechten Verkaufszahlen in China, die im Vergleich zu 2024 um 19 Prozent zurückgegangen sind. China ist weiterhin der wichtigste Markt für die deutsche Marke mit dem Stern. Fast ein Drittel aller Mercedes-Pkw werden dort verkauft.
Neben dem "intensiven Wettbewerb mit China" nennt Mercedes "globale Zölle und negative Wechselkurseffekte" als Gründe für den Gewinneinbruch.
"In einem dynamischen Marktumfeld lagen unsere finanziellen Ergebnisse im Rahmen unserer Prognose, getragen von einem klaren Fokus auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität." Auch mit diesen Worten versucht Mercedes-BossOla Källenius die miesen Zahlen des Konzerns zu erklären.
Für das 2026 rechnet Mercedes-Benz wieder mit einem höheren Gewinn.
Gegensteuern mit Sparprogramm
Der Dax-Konzern hat bereits ein umfassendes Sparprogramm eingeleitet. Das Unternehmen erklärt: "Kosteneinsparungen von mehr als 3,5 Mrd. € bei Mercedes-Benz Cars kompensierten einen Teil des Gegenwinds."
Mittelfristig rechnet Mercedes-Benz Cars mit einem Absatz von rund 2 Millionen Fahrzeugen. Dabei will der Autobauer den Anteil der Elektrofahrzeuge verdoppeln.
Die Gewinne bei Mercedes-Benz sind schon das dritte Jahr in Folge zurückgegangen.
Die Mitarbeitenden sowie mögliche Käuferinnen und Käufer versucht das Unternehmen mit lobenden Worten zu motivieren: "Das Mercedes-Benz Team hat 2025 hervorragende Arbeit geleistet. Wir haben unsere bislang größte Produkt- und Technologie-Offensive erfolgreich gestartet und Spitzentechnologien eingeführt."