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Chefjuristin von Goldman Sachs tritt wegen enger Epstein-Verbindungen zurück

ARCHIV: Die Anwältin des Weißen Hauses, Kathryn Ruemmler, lauscht Präsident Barack Obama bei der Amtseinführung von FBI-Direktor James Comey in Washington, 28. Oktober 2013.
ARCHIV. Rechtsberaterin Kathryn Ruemmler hört Präsident Barack Obama bei der Amtseinführung von FBI-Chef James Comey. Washington, 28. Oktober 2013. Copyright  AP/Charles Dharapak
Copyright AP/Charles Dharapak
Von Euronews with AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Goldman-Sachs-Chefjuristin Kathy Ruemmler hat ihren Rücktritt für den Sommer angekündigt. Neu veröffentlichte E-Mails haben ihre Nähe zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offengelegt, den sie in der Korrespondenz als "Onkel Jeffrey" bezeichnete.

Kathy Ruemmler, Chefjuristin der Investmentbank Goldman Sachs und frühere Rechtsberaterin von Präsident Barack Obama im Weißen Haus, hat am Donnerstag ihren Rücktritt bekannt gegeben.

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Auslöser waren E-Mails, die das US-Justizministerium veröffentlicht hatte. Sie legten Ruemmlers enge Beziehung zu dem inzwischen verstorbenen, verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offen. In den Nachrichten bezeichnete Ruemmler Epstein als "älteren Bruder" und "Onkel". Zudem spielte sie seine Sexualverbrechen herunter.

In einer Erklärung teilte Ruemmler mit, sie werde ihr Amt als Chief Legal Officer und General Counsel von Goldman Sachs zum 30. Juni 2026 niederlegen.

Bis zu ihrer Rücktrittsankündigung hatte Ruemmler wiederholt versucht, sich von den E-Mails und weiterer Korrespondenz zu distanzieren. Sie hatte zudem betont, den Spitzenposten in der Rechtsabteilung von Goldman, den sie seit 2020 innehat, nicht aufzugeben.

In jüngeren Stellungnahmen nannte Ruemmler Epstein ein "Monster". Zuvor hatte ihr Verhältnis zu ihm jedoch anders gewirkt. Bis zu seiner erneuten Festnahme wegen Sexualdelikten im Jahr 2019 und seinem späteren Suizid in einem Gefängnis in Manhattan pflegte sie einen deutlich vertrauteren Umgang mit ihm.

Früher hatte Ruemmler gesagt, sie habe Epstein nahezu verehrt. Kurz vor ihrem Rücktritt erklärte allerdings ein Sprecher von Goldman Sachs, Ruemmler bereue es, ihn je kennengelernt zu haben.

In ihrer Erklärung am Donnerstag sagte Ruemmler: "Seit ich vor sechs Jahren zu Goldman Sachs gekommen bin, war es ein Privileg für mich, die rechtlichen, reputationsbezogenen und regulatorischen Fragen des Hauses mitzugestalten. Ich habe unsere Prozesse im Risikomanagement weiter geschärft und darauf geachtet, dass wir unseren zentralen Wert der Integrität in allem leben, was wir tun. Meine Verantwortung ist es, die Interessen von Goldman Sachs an erste Stelle zu setzen."

Goldman-Chef David Solomon sagte in einer separaten Mitteilung: "Als eine der anerkanntesten Fachleute ihres Gebiets war Kathy auch Mentorin und Freundin für viele unserer Mitarbeitenden. Sie wird uns fehlen. Ich habe ihren Rücktritt angenommen und respektiere ihre Entscheidung."

Während ihrer Zeit in einer Privatkanzlei nach ihrem Ausscheiden aus dem Weißen Haus im Jahr 2014 erhielt Ruemmler von Epstein mehrere teure Geschenke. Dazu zählten Luxus-Handtaschen und ein Pelzmantel. Epstein machte ihr diese Präsente, obwohl er bereits 2008 wegen Sexualdelikten verurteilt worden war. Seitdem war er als Sexualstraftäter registriert.

"So lieb und aufmerksam! Danke an Onkel Jeffrey!!!", schrieb Ruemmler 2018 an Epstein.

Geschenke zwischen Kunden und Bankern oder Wall-Street-Anwälten gelten traditionell als heikel. Das gilt besonders für hochpreisige Präsente, die Interessenkonflikte schaffen können. Der Verhaltenskodex von Goldman Sachs schreibt vor, dass Beschäftigte Geschenke von Kunden oder an Kunden vorab genehmigen lassen müssen. Das soll auch helfen, Verstöße gegen Anti-Korruptionsgesetze zu vermeiden.

Noch im Dezember hatte Solomon Ruemmler als "hervorragende Juristin" bezeichnet. Er hatte zudem erklärt, sie genieße sein volles Vertrauen und seine Unterstützung.

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