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Spanien: Preise für gebrauchte Wohnungen steigen auf 21-Jahres-Hoch

Eine Frau hält ein Plakat bei einem Protest in Madrid, Spanien, am Sonntag, 24. Mai 2026, gegen steigende Wohnungspreise.
Eine Frau hält ein Plakat bei einer Protestkundgebung in Madrid, Spanien, am Sonntag, dem 24. Mai 2026, gegen steigende Wohnungspreise. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Lucia Blasco
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Der Angebotspreis für Bestandswohnungen lag im Juni bei 3.133 Euro pro Quadratmeter. Im zweiten Quartal stieg er um 4 % und lag 17,2 % über demselben Monat 2025, meldet der Immobilienindex Fotocasa.

In Spanien ist der Preis für Bestandswohnungen im zweiten Quartal 2026 um 17,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das ist der höchste Wert für diesen Zeitraum, wie der Immobilienindex Fotocasa meldet (Quelle auf Spanisch).

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Zwischen April und Juni legten die Preise zudem um vier Prozent zu. Im Juni lag der Durchschnitt bei 3.133 Euro pro Quadratmeter. Spanien hat in vier der ersten sechs Monate des Jahres neue Höchststände erreicht und liegt nun auf dem höchsten Niveau seit 21 Jahren.

Die Leiterin der Studienabteilung und Sprecherin von Fotocasa, María Matos, sieht die Ursache in einem starken Ungleichgewicht: aktive Nachfrage, zu wenig Angebot. Nach ihrer Einschätzung lassen der Mangel an verfügbaren Wohnungen, die Finanzierungsbedingungen und der demografische Druck in den wichtigsten Märkten die Preise immer schneller steigen und erschweren den Zugang zu Wohneigentum.

Matos fasst zusammen: „Das Ergebnis sind immer schneller steigende Wohnungspreise. Dadurch wird der Zugang zu Wohneigentum erschwert und die Schere bei der Erschwinglichkeit für einen großen Teil der Haushalte geht weiter auf.“

Die Daten von Fotocasa bestätigen die Tendenz, die auch die Statistiken des Instituto Nacional de Estadística (INE) (Quelle auf Spanisch) zeigen. Beide arbeiten jedoch mit unterschiedlichen Methoden. Das Immobilienportal wertet die Angebotspreise aus, die in den Anzeigen stehen. Das INE erfasst die Preise der Wohnungen, die tatsächlich verkauft werden. Nach Angaben der Behörde stiegen die Preise für frei finanzierte Wohnungen im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 12,9 %. Bestandswohnungen verteuerten sich um 13,5 %.

Murcia an Spitze der Preissteigerungen

Im zweiten Quartal stiegen die Preise in 16 autonomen Regionen. Die Region Murcia verzeichnete mit einem Plus von 8,6 % den stärksten Anstieg, gefolgt von Kantabrien (6,3 %), der Comunidad Valenciana (5,9 %), Kastilien und León (5,6 %) sowie La Rioja (5,1 %). Auf den Kanarischen Inseln gingen die Preise als einzige Region leicht zurück, um 0,7 %.

Im Jahresvergleich liegt Murcia erneut vorn, mit einem Plus von 28 %. Dahinter folgen Kantabrien (20 %), die Comunidad Valenciana (19,8 %), Asturien (17 %) und Andalusien (16,9 %). In dem Bericht heißt es weiter, im Juni 2026 hätten 14 autonome Regionen zweistellige Zuwächse im Jahresvergleich verzeichnet – nach elf im Jahr 2025, sechs im Jahr 2024 und sieben im Jahr 2023.

Am teuersten bleiben die Balearen und Madrid für den Kauf einer gebrauchten Wohnung, mit 5.441 bzw. 5.410 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen das Baskenland (3.925 Euro), Katalonien (3.418 Euro) und die Kanarischen Inseln (3.374 Euro). Am unteren Ende der Skala liegen Extremadura (1.352 Euro), Kastilien-La Mancha (1.407 Euro) und Kastilien und León (1.816 Euro).

Provinzen, Provinzhauptstädte und Großstädte

Der Preisanstieg hat sich auch räumlich ausgeweitet. 46 Provinzen meldeten Zuwächse im Quartalsvergleich, mit León (10,7 %), Palencia (10,2 %) und Murcia (8,6 %) an der Spitze. Nur in Cuenca, Huelva, Santa Cruz de Tenerife und Ávila gingen die Preise zurück.

Die Balearen sind weiterhin die teuerste Provinz für den Kauf von Bestandswohnungen, mit 5.441 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Madrid (5.410 Euro), Gipuzkoa (4.695 Euro) und Málaga (4.690 Euro). Am günstigsten bleibt Jaén mit 1.112 Euro pro Quadratmeter.

Unter den Provinzhauptstädten verzeichnete León den größten Quartalsanstieg, während Donostia-San Sebastián mit 7.158 Euro pro Quadratmeter den höchsten Durchschnittspreis Spaniens hält, vor Madrid (6.630 Euro), Barcelona (5.368 Euro), Palma (5.275 Euro), Málaga (4.320 Euro) und Bilbao (4.157 Euro).

Bei den Gemeinden führt Santa Eulària des Riu (Ibiza) das nationale Ranking an, mit 8.491 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Sant Antoni de Portmany (8.284 Euro) und Eivissa (7.441 Euro). In Madrid erreicht der Stadtbezirk Salamanca 10.786 Euro pro Quadratmeter, während Sarrià-Sant Gervasi in Barcelona mit 7.540 Euro pro Quadratmeter vorn liegt.

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