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Volkswagen-China setzt stärker auf autonome Fahrtechnik

Das Volkswagen-Logo an der Front des ID. Buzz, Modelljahr 2025, auf der Pittsburgh International Auto Show in Pittsburgh am 14. Februar 2025.
Das Volkswagen-Logo an der Front des 2025er VW ID. Buzz auf der Pittsburgh International Auto Show in Pittsburgh am 14. Februar 2025. Copyright  AP Photo/Gene.J. Pushkar
Copyright AP Photo/Gene.J. Pushkar
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Angesichts des wachsenden Wettbewerbs um selbstfahrende Technik, vor allem in China, plant Europas größter Autohersteller tiefgreifende Schritte, um aufzuholen.

Der deutsche Autobauer Volkswagen will sich in den kommenden Monaten in China stärker auf selbstfahrende Technik konzentrieren.

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Nach Angaben von Yahoo Autos teilte der Konzern am Mittwoch mit, dass seine in China ansässige Sparte für automatisiertes Fahren, CARIZON, die Zusammenarbeit mit Horizon Robotics ausbauen wird.

Volkswagen will damit mithilfe des KI-Modells von Horizon Robotics eigene, anspruchsvolle Systeme fürs autonome Fahren schneller zur Marktreife bringen.

Dazu gehören Systeme für autonomes Fahren der Stufe 3, bei denen Fahrer den Blick zeitweise von der Straße nehmen dürfen, sowie Technik der Stufe 4 für vollständig fahrerlose Robotaxis.

Der Konzern will seine ersten Fahrzeuge mit Level-3-Funktionen 2027 in China auf den Markt bringen. Der Wettbewerb um selbstfahrende Technik nimmt weltweit rasant zu. Die Autos sollen es Fahrerinnen und Fahrern ermöglichen, unter bestimmten Bedingungen, etwa auf Autobahnen, die Kontrolle komplett an das Fahrzeug abzugeben.

Die Auslieferung der Level-3-Modelle ist für die zweite Hälfte des kommenden Jahres geplant.

Volkswagen will außerdem noch in diesem Jahr erste Fahrzeuge mit sogenannter Level-2++-Technik in China einführen, gedacht für teilautomatisiertes Fahren in der Stadt. Diese Autos können Ampeln, Stoppschilder und Kreisverkehre erkennen und eigenständig abbiegen.

Volkswagen-Chef Oliver Blume sieht darin eine Chance, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in China zu verbessern und in einigen Auslandsmärkten neue Möglichkeiten zu erschließen.

Der deutsche Autobauer arbeitet außerdem mit Xpeng zusammen, einem chinesischen Hersteller von Elektroautos. So will Volkswagen seine Stellung im regionalen Markt festigen und eine neue Elektronikplattform für Modelle in China entwickeln.

Die Plattform soll eng mit der KI-gestützten Selbstfahrtechnik verzahnt sein. Volkswagen hofft, dadurch mehr Kundinnen und Kunden in Zentral- und Südostasien sowie im Nahen Osten zu erreichen, wenn der Konzern künftig mehr Fahrzeuge aus China in diese Regionen exportiert.

Deutsche Autobauer weiter unter Druck aus China

Die vergangenen Jahre waren für deutsche Autokonzerne besonders schwierig. Sinkende Absätze, neue europäische Vorschriften und die COVID-19-Pandemie trafen sie gleichzeitig.

Für zusätzlichen Druck sorgte der wachsende Wettbewerb durch chinesische Autohersteller, vor allem bei Elektrofahrzeugen.

Auch die Handels- und Zollstreitigkeiten zwischen EU und China verschärfen die Lage. Peking hat vielen deutschen Herstellern wie Volkswagen, Mercedes, Audi und BMW zahlreiche Vergünstigungen entzogen, obwohl sie seit Jahren in China produzieren. Dazu gehörten unter anderem günstige Grundstücke und niedrigere Steuersätze.

Inzwischen setzt Chinas schneller Technologieausbau im Volumensegment die europäischen Konzerne zusätzlich unter Zugzwang. In mehreren chinesischen Städten sind bereits komplett fahrerlose Robotaxis im Einsatz.

Viele europäische Kundinnen und Kunden wenden sich zudem Elektroautoanbietern aus China wie BYD zu. Sie locken mit vergleichsweise günstigen Preisen, schnittigem Design und moderner Ausstattung.

Mercedes-Benz und BMW haben dagegen Level-3-Funktionen in einigen Spitzenmodellen nach kurzer Zeit wieder aus dem Programm genommen.

Volkswagen steht zudem unter genauer Beobachtung. Der Konzern prüft einen historischen Umbau, bei dem bis zu 100.000 Stellen wegfallen und in Deutschland bis zu vier Werke schließen könnten.

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