Das diesjährige Biopic über Michael Jackson ist nun der umsatzstärkste Musikfilm. Es hat Anfang dieses Monats den Hit „Bohemian Rhapsody“ von 2018 übertroffen.
Es ist schlecht, es ist schlecht, es ist wirklich, wirklich schlecht ... aber es bricht alle Rekorde.
Antoine Fuquas Michael-Jackson-Biopic hat sich zum erfolgreichsten Biopic der Kinogeschichte entwickelt. Der Film spielte weltweit 977,4 Millionen Dollar ein und überholte damit Christopher Nolans Oscar-prämiertes Oppenheimer.
Oppenheimer nahm laut Box Office Mojo weltweit 975,8 Millionen Dollar ein und gewann später sieben Oscars, darunter die Auszeichnungen für Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller und Bester Nebendarsteller.
Anfang dieses Monats überholte Michael Bohemian Rhapsody als erfolgreichstes Musik-Biopic. Der Film läuft jetzt in seiner zehnten Woche in den Kinos, die Marke von 1 Milliarde Dollar scheint nur noch eine Frage der Zeit.
Michael startete im April 2026 und erzählt Michael Jacksons Aufstieg von den frühen Jahren mit den Jackson 5 bis hin zu seinem Status als „King of Pop“. Trotz des enormen Kassenerfolgs wird der Film heftig kritisiert, weil er auf einige der problematischeren Aspekte von Jacksons Leben nicht eingeht.
Die Proteste entzündeten sich daran, dass der Film die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Kindern, die vor Jacksons Tod 2009 erhoben wurden, komplett ausklammert. Berichten zufolge sprach eine frühere Fassung diese Anschuldigungen an, doch die Anwälte des Jackson-Nachlasses setzten sich dagegen durch und drängten auf eine Version, die mehr auf Massengeschmack setzt. Das führte zu langen Nachdrehs, die der Nachlass Medienberichten zufolge finanzierte.
In der Euronews-Culture-Kritik zu Michael heißt es: „‚Michael‘ funktioniert nur als beleidigend offensichtliche Hagiografie. Alles, was in seiner frühen Lebensgeschichte auch nur ansatzweise strittig wirken könnte, fehlt. (...) Für all das ist in diesem konfliktfreien, formelhaften und vom Nachlass kontrollierten Vorwand, um mehr Alben zu verkaufen, kein Platz. Stattdessen ist dieses Biopic so glattgebügelt, dass es fast durchsichtig wirkt, und richtet sich nur an wenig kritische Fans, die vor allem die Hits hören und Nachstellungen ikonischer MJ-Momente sehen wollen.“
Eine Fortsetzung von Michael ist Medienberichten zufolge bereits in Arbeit. Lionsgate-Chef Adam Fogelson erklärte, der zweite Teil könne noch in diesem Jahr oder 2027 in Produktion gehen.
Gefragt nach möglichen Inhalten verwies Fogelson etwa auf Jacksons Halbzeitshow beim Super Bowl 1993.
Auf die Nachfrage, ob die Fortsetzung die Vorwürfe gegen Jackson aufgreifen werde, antwortete er: „Das ist eine sehr komplizierte Frage, und ich bin mir nicht sicher, ob ich die beste Person bin – oder ob jetzt der beste Zeitpunkt ist.“