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Erst Gluthitze, dann Brände: Kaliforniens Feuerwehrleute am Limit

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Einsatz in Doyle (Kalifornien) nahe der Grenze zum US-Staat Nevada
Einsatz in Doyle (Kalifornien) nahe der Grenze zum US-Staat Nevada   -   Copyright  Noah Berger/AP
Von Euronews mit AP / DPA / AFP
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Die schweren Waldbrände im Osten Russlands breiten sich immer weiter aus. Allein in der besonders betroffenen sibirischen Teilrepublik Jakutien standen laut Behörden am Freitag knapp 440 000 Hektar Waldfläche in Flammen.

In dem Gebiet gilt seit Tagen der Ausnahmezustand. Insgesamt toben in Russland mehr als 330 Waldbrände. Rund 7000 Menschen und Dutzende Flugzeuge sind im Einsatz

Die Lage in Jakutien sei sehr ernst, die Rauchbelastung der Luft hoch, teilte die Umweltorganisation Greenpeace mit. Sie hatte auch freiwillige Lösch-Helfer in den besonders betroffenen Nationalpark mit den berühmten Lenafelsen geschickt. Das Areal, das seit 2012 zum Welterbe der Unesco gehört, wurde nun geschlossen für Touristen.

Waldexperten von Greenpeace beklagen, dass sich die Situation mit den Bränden wegen des Klimawandels verschärft habe in Russland. Es gebe ungewöhnliche Hitzewellen mit trockenen Gewittern und langen Dürren. Allerdings breche nur ein Teil der Feuer etwa wegen Blitzeinschlägen aus. Das Gros der Brände werde von Menschen verursacht, hieß es.

Feuer im Kastanienwald

In der südspanischen Provinz Malaga kämpft die Feuerwehr seit dem frühen Freitagmorgen gegen einen sich schnell ausbreitenden Waldbrand. Das Feuer war in den Kastanien- und Korkwäldern nahe der Kleinstadt Jubrique ausgebrochen. Starke Winde behinderten den Löscheinsatz. Dutzende von Feuerwehrleuten vor Ort kämpfen gegen die Flammen.

Es brennt im Norden Kaliforniens

Auch im US-Bundesstaat Kalifornien ist kein Ende der Waldbrände in Sicht. Im Plumas National Forest im Norden mussten etliche Häuser und Campingplätze evakuiert werden, da sich die Flammen weiter ausbreiten. Auch an der Grenze zu den Nachbarstaaten Oregon und Nevada kämpften Feuerwehrleute gegen Waldbrände.

Der Gouverneur Kaliforniens rief die Einwohner wegen zunehmender Dürre und steigender Temperaturen zum Wassersparen auf.

Erneute Warnung vor Extemhitze

In den westlichen US-Bundesstaaten wird an diesem Wochenende erneut mit extremer Hitze gerechnet. Für mehr als 30 Millionen Menschen sprach der Nationale Wetterdienst entsprechende Warnungen aus.

Im für seine unglaubliche Hitze berüchtigten Death Valley in Kalifornien könnten die Temperaturen auf mehr als 50 Grad Celsius steigen. Die höchste, dort je gemessene Temperatur habe bei 56,7 Grad gelegen. Dieser Wert werde diesmal wohl nicht erreicht.

Auch in Las Vegas und Sacramento könnte es besonders heiß werden. Erst vergangene Woche hatte eine Hitzewelle im Nordwesten der USA und im westlichen Kanada mit Temperaturen bis knapp 50 Grad Hunderte Menschenleben gefordert.

In der kanadischen Gemeinde Lytton rund 260 Kilometer nordöstlich von Vancouver waren 49,6 Grad gemessen worden - zuvor hatte der Rekord in Kanada bei 45 Grad gelegen. Wenige Tage danach war die Ortschaft in einem Flammeninferno fast vollständig zerstört worden.