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Fremde Arten im Mittelmeer: Bedrohung und Chancen

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Fremde Arten im Mittelmeer: Bedrohung und Chancen
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Von Denis Loctier

Mehr als 900 fremde Arten sind in den vergangenen Jahren aufgrund des Klimawandels und anderer Umweltbelastungen ins Mittelmeer eingewandert. Das ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance. Während Neuankömmlinge wie die blaue Krabbe oder der Rotfeuerfisch die biologische Vielfalt ernsthaft beeinträchtigen und einheimische Arten dezimieren oder sogar ausrotten, bieten sie auch neue wirtschaftliche Möglichkeiten für die kommerzielle Fischerei.

Costas Batargias, Professor für angewandte Genetik und Fischzucht an der Abteilung für Tierproduktion, Fischerei und Aquakultur der Universität Patras, erklärt:

"Die invasiven Arten kommen von außerhalb des Mittelmeers - entweder durch die Straße von Gibraltar oder durch den Suezkanal. Es handelt sich dabei um Arten, die sich aufgrund des Klimawandels verbreiten. Einige der Arten sind anpassungsfähiger und weiten sich aus - wir müssen sie also entweder kontrollieren oder sie irgendwie nutzen. Außerdem kommen sie mit einheimischen Arten in Kontakt, und das ist nicht gut: Meistens stören sie die einheimische Artenvielfalt, und wenn etwas gestört ist, wenn ein Ökosystem gestört ist, gerät es aus dem Gleichgewicht, und wir wissen nicht, in welche Richtung es sich entwickeln wird. Es kann sich in eine gute Richtung entwickeln, die besser für das Ökosystem ist, oder aber es geht in die falsche Richtung, sodass das Ökosystem diese Art von Veränderungen nicht aushält", erklärt Costas Batargias, Professor für angewandte Genetik und Fischzucht an der Abteilung für Tierproduktion, Fischerei und Aquakultur der Universität Patras. "Die Natur weiß sich immer zu helfen, aber wir müssen auf diese invasiven Arten achten, denn wir wissen nicht, wie sie die einheimischen Arten beeinflussen."