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Internationales Filmfestival Taschkent - die Perle der Seidenstraße

Internationales Filmfestival Taschkent - die Perle der Seidenstraße
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Von Paul Hackett

Das Internationale Filmfestival von Taschkent ist zurück, mit rund 300 Künstler:innen und Gästen, die das Beste des zentralasiatischen Kinos in Astana präsentiert haben. Usbekistan ist vielleicht nicht der erste Ort, an den man denkt, wenn es um Filme geht, aber für die Branche ist das Land zunehmend eine Brutstätte für Talente.

"Es ist ein sehr bekanntes Festival. Die Perle der Seidenstraße. Ich liebe es, an solchen Orten zu sein, weil denke, es sind Orte wie diese, an denen man unentdeckte Geschichten findet, mit denen wir sonst nicht in Berührung kommen. Es hat eine wunderbare Energie", beschreibt die Filmemacherin und  Juryvorsitzende Gabrielle Kelly die Atmosphäre der Veranstaltung. 

Beliebter Höhepunkt: "A Movie in 5 Days"

Einer der Höhepunkte ist der Grand Prix. Alle Kurzfilme, die an diesem Wettbewerb teilnehmen, werden in nur fünf Tagen in ganz Usbekistan gedreht und richten sich speziell an junge Filmemacher.

Der diesjährige Hauptpreis ging an den usbekischen Regisseur, Schauspieler und Autor Timur Murodov. In seinem Film Casseta geht es um einen alten Mann, der allein lebt und sich an das moderne Leben anpassen muss.

"Die Dreharbeiten fanden in Bukhara statt", so Murodov. Es sei  schwierig einen Film in fünf Tagen zu drehen, aber sie hätten die Arbeit genossen.

Die Förderung junger kreativer Talente zieht sich wie ein roter Faden durch das Festival. Mit 60 Meisterkursen über mehrere Tage hinweg, darunter ein Kurs des französischen Regisseurs Luc Besson, will das Festival das Angebot an Erfahrung und Know-how ausweiten.

"Wir schaffen eine große Plattform für Bildungsprogramme. Wir bitten all unsere Gäste, die aus der ganzen Welt hierherkommen, zu unterrichten und Seminare, Meisterklassen und Schulungen zu geben. Das ist wichtig, denn es sind die jungen Filmemacher, die Usbekistans Filme von morgen produzieren werden", erklärt Festivaldirektor Firdavs Abdukhailov. 

Drehscheibe zwischen China, Europa, Iran und Russland

Hodja heißt das neueste Animationsprojekt des bekannten russisch-kasachischen Regisseurs Timur Bekmambetov. Der Film, der 2024 in die Kinos kommen soll, handelt von einem Esel, der von einem ruhigen Leben träumt und in die Abenteuer der volkstümlichen Figur Hodja Nasreddin verwickelt wird.

"Usbekistan ist historisch gesehen eine Drehscheibe zwischen China, Europa, Iran und Russland, und die usbekische Bevölkerung hat das Talent, sie alle willkommen zu heißen. Das Kino hat die wichtige Aufgabe, Menschen und Kulturen zu vereinen, und das ist in der heutigen Welt wirklich wichtig", so Bekmambetov.

Hodja ist nur eine von rund 30 regionalen Koproduktionen, die das Festival ins Leben ruft, um die Usbekistans Filmindustrie zu fördern. Etwas, das auch denjenigen nicht entgangen ist, die mit dem Glanz und Glamour Hollywoods vertraut sind, so wie Schauspieler Armand Assante: "Wenn man sich das Niveau der Leute hier anschaut, dann sind das sehr ernsthafte Leute, die in der Filmindustrie präsent sein wollen. Und das Niveau der Kameraleute, die sie hier hervorgebracht haben, ist das ziemlich stark."

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