EU-Botschafterin Venezuelas: EU-Verhalten könnte Bürgerkrieg begünstigen

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Von Stefan Grobe
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In einem Interview mit Euronews übte die Botschafterin des südamerikanischen Landes Kritik an dem Beschluss des Europaparlaments, JUan Guaidó als Interimspräsidenten Venezuelas anzuerkennen.

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In der Diskussion um den Umgang mit der Lage in Venezuela ist das Europäische Parlament in die Offensive gegangen.

Die Abgeordneten beschlossen mit großer Mehrheit, Oppositionsführer Juan Guaidó als rechtmäßigen Interimspräsidenten anzuerkennen.

Gleichzeitig forderten sie die Regierungen der Mitgliedstaaten auf, dieser Entscheidung zu folgen.

In einem Interview mit Euronews übte die Botschafterin des südamerikanischen Landes an dem Beschluss Kritik.

Dieser werde nur die Spannungen erhöhen.

Das Europäische Parlament könne sich nicht über den UN-Sicherheitsrat stellen, so Botschafterin Claudia Salerno.

Die Frage sei, ob die Europäische Union damit Venezuela an den Rand eines Bürgerkrieges drängen wolle und nicht, ob Venezuela Änderungen an seinen demokratischen Institutionen vornehme.

Die venezolanische Opposition begrüßte dagegen die Abstimmung im Europäischen Parlament.

Der frühere Bürgermeister von Caracas, Antonio Ledezma, mahnte jedoch, es müssten nun klare Taten folgen.

Sollte eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, müsse es darum gehen, auf ein Ende des Amtsmißbrauchs von Präsident Maduro hinzuwirken.

Es dürfe keine Verhandlungen geben, die Maduro und seine Narkoherrschaft nur stärken würden.

Ob sich die EU-Staaten auf eine gemeinsame Linie in der Frage der Anerkennung Guaidós einigen können, galt als unklar.

Dass das Europaparlament Guaidó anerkennt, hat vor allem symbolische Bedeutung, weil es in außenpolitischen Fragen der EU kein Mitbestimmungsrecht hat.

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