2,5 Prozent rauf - Macron wirbt für Steuerreform in Irland

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Er komme mit einer Botschaft der Solidarität, die EU werde Irland im Brexit-Streit nicht allein lassen. Doch der französische Staatspräsident reiste auch an, um die Iren an etwas zu erinnern.

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**Solidarität mit den Iren, die hatte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron im Gepäck bei seiner Reise nach Irland. Es war sein erster Staatsbesuch in dem EU-Mitgliedsstaat. **Europa werde hinter dem irischen Volk stehen, so der Präsident nach seiner Ankunft, besonders was den Brexit angehe.

Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist zwar schon neun Monate her, verursacht aber weiter Probleme sowohl in Irland als auch in Europa. Am meisten wird über das Nordirland-Protokoll diskutiert, das eine harte Grenze zwischen den beiden irischen Staaten verhindern soll.

"Wir werden sicherstellen, dass die nach sehr langen Verhandlungen unterzeichneten Verträge eingehalten werden, vor allem was die Fischerei und andere Dinge angeht. Kurz gesagt: Wir werden Euch nicht enttäuschen", so Macron.

Irland ist einer der drei Mitgliedsstaaten, die sich einem globalen Mindestsatz der Körperschaftssteuer von 15 Prozent verweigern. 130 Länder weltweit haben bereits unterzeichnet, im Rahmen eines Abkommens zur Wirtschafts- und Entwicklungszusammenarbeit. Macron dürfte am Donnerstag auf einen Sinneswandel in Irland gehofft haben.

"Ich respektiere das irische Wirtschaftsmodell der vergangenen zehn Jahre und ich denke, dass es sehr erfolgreich war. Doch nun ist die Situation ein andere. Die Welt nach Covid-19 wird eine andere. Und so werden einige grundsätzliche Änderungen unserer Geschäftsmodelle nötig sein. Ich bin zuversichtlich, aber ich will keinen Druck ausüben auf ihren Regierungschef", so Macron weiter.

Irland profitiert vom Körperschaftssteuersatz von 12,5 Prozent. Der zog Unternehmen an, so Google und Facebook. Ein Drittel der irischen Arbeitnehmenden ist bei multinationalen Firmen beschäftigt. Sie alle von einem höheren Steuersatz zu überzeugen und damit Arbeitsplätze zu gefährden, dürfte schwieriger werden als Macron denkt.

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