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Europa, wie gehts nach dem Brexit? Die euronews-Umfrage

Von Nial O'Reilly
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Europa, wie gehts nach dem Brexit? Die euronews-Umfrage
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Euphorisch waren die Brexiteers, als für Großbritannien der Austritt aus der EU Wirklichkeit wurde. Es war der langersehnte Abschluss einer knappen Mehrheit der Briten nach einer langen Kampagne und knapp gewonnener Wahl.

Der Brexit sollte die Unabhängigkeit bringen von der EU – ein Befreiungsschlag, so die Brexiteers. Und Europa warnte, es würde würde nur Verlierer geben. Was denkt Europa heute über den Brexit? Euronews hat nachgefragt:

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Fünf Jahre nach der Entscheidung stehen die Meinungen unentschieden, ob die EU seit dem Austritt Großbritanniens besser oder schlechter dasteht. 17 Prozent der Franzosen sind der Meinung, die EU sei besser dran ohne die Briten, ein Viertel der Spanier meint, die Gemeinschaft habe durch den Ausstieg einer der größten Wirtschaftsmächte der Welt verloren.

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Die Auswirkungen des Brexit sind auf beiden Seiten des Ärmelkanals zu spüren, die Beziehungen zwischen Brüssel und London sind weiter belastet. Etwa ein Drittel der Befragten in allen vier Ländern glaubt, die EU wolle das Vereinigte Königreich für den Austritt bestrafen. Ein Drittel glaubt das nicht, ein Drittel ist unentschieden.

Das der Brexit seinen Preis haben sollte für die Briten zeigt das Stimmungsbild bei Europas Steuerzahlern in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Auf die Frage, ob Briten, die in der EU Ferienhäuser kaufen, nach dem Brexit zusätzliche Steuern zahlen sollten, war die vorherrschende Meinung in allen vier Mitgliedsstaaten, eindeutig ja. In Deutschland sind 38 Prozent der Meinung, dass britische Ferienhausbesitzer mehr zahlen sollten, eine Meinung, die in Spanien, der zweiten Heimat vieler britischer Auswanderer, deutlich ansteigt – auf 57 Prozent, die es richtig finden, das Briten mehr zahlen sollten.

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Die Entscheidung für den Brexit ist fünf Jahre her, das Abkommen über die zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU ist kaum sechs Monate in trockenen Tüchern – und noch immer gibt es ungelöste Probleme wie Nordirland. Wie sich die Sicht des Kontinents auf die Insel entwickeln wird, hängt auch, aber nicht nur an dieser Frage.