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Neue EU-Verpackungsdirektive: mehr Recycling, weniger Rohstoffe

Verpackte Waren im Supermarkt
Verpackte Waren im Supermarkt Copyright Jennifer Jacquemart/ EC - Audiovisual Service
Copyright Jennifer Jacquemart/ EC - Audiovisual Service
Von Stefan GrobeVincenzo Genovese
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Die Europäische Kommission hat eine neue Verordnung zur Reduzierung von Verpackungsabfällen vorgeschlagen, um zwei wichtige Ziele bis 2030 zu erreichen: eine Verringerung der Abfallmenge um fünf Prozent im Vergleich zu 2018 und die vollständige Recyclingfähigkeit allerVerpackungen.

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Mehr wiederverwenden und recyceln, um weniger Rohstoffe zu verbrauchen.

Die Europäische Kommission hat eine neue Verordnung zur Reduzierung von Verpackungsabfällen vorgeschlagen, um zwei wichtige Ziele bis 2030 zu erreichen: eine Verringerung der Abfallmenge um fünf Prozent im Vergleich zu 2018 und die vollständige Recyclingfähigkeit aller in der EU zum Verkauf angebotenen Verpackungen.

Bei einer Bestellung auf E-Commerce-Websites soll die Verpackung nicht mehr als 40 Prozent des gesamten Pakets ausmachen, so EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius.

Bestimmte Verpackungsarten werden sogar verboten, wie Einwegfolien für Obst und Gemüse oder Einwegbehälter für Lebensmittel und Getränke, die in Bars und Restaurants konsumiert werden.

Dies wird von den Befürwortern der Kreislaufwirtschaft begrüßt. Zum ersten Mal gebe es reduzierte Ziele für verschiedene Arten von Verpackungen, sagt Clarissa Morawski, Mitbegründerin von Reloop, einem Interessenverband der Kreislaufwirtschaft. Das sei sehr konkret. Das könnten Haushaltsverpackungen, Transportverpackungen, Getränkebehälter oder Weinflaschen sein. Alle diese Kategorien würden Wiederverwendungsziele haben. Dies sei weltweit beispiellos und enthalte auch ein Pfandrückgabeprogramm für hoffentlich ganz Europa.

Auch für die neuen Kunststoffverpackungen wird ein verbindlicher Recyclinganteil festgelegt. Daher wird die Verordnung auch von der Branche als „guter Vorschlag“ bezeichnet, auch wenn einige Länder wie Italien befürchten, dass ihre Geschäfte durch die Bestimmungen zur Wiederverwendung negativ beeinflusst werden.

In Europa stammten nur zwölf bis 13 Prozent der Verpackungsmaterialien aus dem Recycling, sagt Emmanuel Katrakis vom Verband der Europäischen Recyclingindustrie. Es gebe also einen sehr großen Spielraum, um die Zirkularität der Materialien zu verbessern, die verwendet würden, um alltägliche Produkte herzustellen.

Die neue Regelung soll 2040 zu einem Abfallrückgang in der EU von 37 Prozent führen. Aber die Bürger müssen natürlich ihren Teil dazu beitragen, die weggeworfenen Verpackungen zu reduzieren: derzeit 177 Kilo pro Person und Jahr.

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