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Starke Trockenheit: EU-Südländer schlagen in Brüssel Alarm

Ein ausgetrocknetes Flussufer nördlich von Barcelona
Ein ausgetrocknetes Flussufer nördlich von Barcelona Copyright Emilio Morenatti/The AP
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Von Stefan GrobeVincenzo Genovese
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Die südlichen EU-Mitgliedstaaten sind äußerst besorgt über die Dürre in ihren Gebieten, die sich stark auf den Agrarsektor auswirkt. Sie bitten die EU um Hilfe.

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Die südlichen EU-Mitgliedstaaten sind äußerst besorgt über die Dürre in ihren Gebieten, die sich stark auf den Agrarsektor auswirkt.

Die am stärksten betroffenen Länder fordern die Mobilisierung von EU-Finanzmitteln und erwägen die Nutzung der "Agrarreserve", eines mit 450 Millionen Euro ausgestatteten Budgets zur Unterstützung der Landwirte in außergewöhnlichen Zeiten.

"In diesem Jahr haben wir in Spanien seit Beginn des hydrologischen Jahres einen Rückgang der Niederschläge um mehr als 30 Prozent zu verzeichnen. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Fütterung der Tiere auf den Weiden", sagt Luis Planas Puchades, der spanische Landwirtschaftsminister. 

"Es hat auch Auswirkungen auf die Winterernten, die nicht abgeschlossen werden konnten. Es hat auch Folgen für die Frühjahrskulturen, die in einigen Fällen nicht ausgesät werden konnten, und es hat auch Folgen für die Bewässerung, die einen geringeren Ertrag hat."

Ein von Portugal auch im Namen Frankreichs, Italiens und Spaniens den EU-Ministern vorgelegter Bericht zeigt eine besorgniserregende Situation.

Ende April befanden sich 21,6 Prozent des EU-Gebiets in einer "Warnsituation" und 3,2 Prozent in einer "Alarmsituation".

Spanien und Portugal zahlen den höchsten Tribut für das Niederschlagsdefizit, aber auch in den baltischen und skandinavischen Ländern sind die Böden trockener als sonst.

Spanien sieht sich mit einem Niederschlagsdefizit konfrontiert, das im Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 25. April 2023 24 Prozent unter dem Durchschnitt liegt, während in Frankreich in 26 von 101 Departements bis zum Ende des Sommers mit großer Wahrscheinlichkeit eine Dürre droht.

In Portugal hatte die Dürre negative Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Aktivitäten in mehr als 40 % des Festlandgebiets, ebenso wie in Italien, wo Dürre und Überschwemmungen die Viehzucht, den Weinbau, die Getreide-, Obst- und Gemüseproduktion beeinträchtigen.

Die Verringerung des Abflusses der Flüsse führt auch dazu, dass der Salzkeil im Po-Delta aus dem Meer aufsteigt, wodurch das Wasser für die Landwirtschaft unbrauchbar wird.

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