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Fahrgemeinschaften und Second-Hand-Kleidung: Wie lassen sich Filme ökologischer drehen?

Mit Unterstützung von The European Commission
Fahrgemeinschaften und Second-Hand-Kleidung: Wie lassen sich Filme ökologischer drehen?
Copyright euronews
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Von Aurora Velez
Zuerst veröffentlicht am
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Bei der Entstehung eines Films hinterlässt die Crew einen ökologischen Fußabdruck. Das Green-Screen-Projekt versucht die #CO2-Belastung zu senken.

Wie reduziert man den CO2-Fußabdruck eines Films oder einer Fernsehsendung? Das europäische Green-Screen-Projekt vermittelt bewährte Verfahren für eine nachhaltige audiovisuelle Produktion. Acht Länder, wie hier in der Slowakei, haben sich bereits dieser Herausforderung gestellt. Doch wie hoch ist die CO2-Belastung wirklich?

Man kann den CO2-Fußabdruk einer durchschnittlichen europäischen Produktion etwa mit zehn Haushalten vergleichen.

In Čertižné im Nordosten der Slowakei wird der Spielfilm "Potopa" gedreht. Fast 50 Personen mussten untergebracht, verpflegt und mit Licht und Catering versorgt werden. Das Team folgt den Vorgaben des Green Screen-Projekts, damit der ökologische Fußabdruck klein bleibt. Im Fokus ist etwa der Transport.

"Wir nutzen lieber Züge, statt Auto oder Flugzeug", sagt Katarína Krnáčová, Produzentin des Films. „Und wenn es nicht anders geht und wir ein Auto nehmen müssen, versuchen wir, Fahrgemeinschaften zu bilden. Beim Catering versuchen wir, rotes Fleisch und Fleisch im Allgemeinen zu vermeiden. Und wir versuchen geliehene oder gebrauchte Requisiten und Kostüme zu verwenden."

Das Pilotprojekt wird in Großbritannien, Schweden, Belgien, Frankreich, Rumänien, Spanien, Polen und der Slowakei getestet. Die Gesamtkosten von Green Screen belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro, wovon 85 Prozent aus Mitteln der EU-Kohäsionspolitik und die restlichen 15 Prozent von acht an dem Projekt beteiligten audiovisuellen Unternehmen stammen.

Green Screen beginnt im Vorfeld der Dreharbeiten mit sogenannten "Sensibilisierungs"-Treffen. Es gibt aber auch Hilfestellungen, wie etwa von der Filmkommission Bratislava.

"Es ist sehr einfach", sagt Zuzana Bielková, Filmbeauftragte bei der audiovisuellen slowakischen Filmkommission. "Man muss nur diese Berechnungen anstellen. Wie hoch ist der CO2-Fußabdruck, wenn ich mit dem Zug fahre? Wie hoch, wenn ich das Flugzeug nehme? Wenn ich eine Fahrgemeinschaft bilde? Oder wenn ich allein mit dem Auto fahre? Sie können diese Vorberechnungen durchführen und dann auf dieser Grundlage entscheiden, was für Sie und Ihr Filmteam die beste Option ist."

In der Praxis kommt der Green Manager zum Einsatz. Man versucht vor allem den Verbrauch elektrischer Energie zu reduzieren. Denn es gibt keinen Generator am Drehort, sondern nur einen Anschluss an das lokale Netz. Auch mit einfachen Maßnahmen kann man also CO2 einsparen.

Valentína Hučková, Green Managerin des Films erklärt, dass man an 32 Drehtagen jeden Tag bis zu 200 Plastikflaschen verschwenden würde. "Doch indem wir nur eine Wasserflasche mitnehmen, die abwaschbar und wiederverwendbar ist, sparen wir Plastikmüll. Dasselbe gilt für die Becher. Aber trotzdem ist es am besten, gar keinen Müll zu produzieren."

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