Ukraine: Macron schließt Einsatz westlicher Soldaten nicht aus

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Rednerpult der Ukraine-Hilfskonferenz in Paris
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Rednerpult der Ukraine-Hilfskonferenz in Paris Copyright Gonzalo Fuentes/Pool via AP
Von Euronews mit AP
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Bisher vermieden die Nato-Staaten einen Einsatz von Bodentruppen in der Ukraine. Jetzt schloss Frankreichs Präsident dies bei einer Hilfskonferenz nicht mehr aus.

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schließt eine Entsendung westlicher Truppen in die Ukraine nicht aus. Nach einer Hilfskonferenz in Paris sagte Macron, es habe dazu unter den mehr als 20 Staats- und Regierungschefs zwar keine Einigkeit gegeben, im künftigen Kriegsverlauf könne aber nichts ausgeschlossen werden

Selensky fordert weitere Hilfe

Wörtlich sagte Macron: "Alles wurde sehr offen und direkt besprochen. Es gibt heute keinen Konsens darüber, offiziell und mit Mandat, Bodentruppen zu entsenden. Aber in Bezug auf die Dynamik sollte nichts ausgeschlossen werden. Wir werden alles Notwendige tun, um sicherzustellen, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen kann.

Macron kündigte zudem eine neue Koalition für die Lieferung von Mittel- und Langstreckenraketen für die Ukraine an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sendete eine Videobotschaft an die Konferenzteilnehmer – darunter auch Vertreter der USA, Kanadas und Großbritanniens. Darin forderte er weitere Hilfe, damit Russland seine Aggression nicht auf weitere Länder ausdehnt.

Niederlande fordert mehr Luftverteidigung

Auf der Konferenz ging es auch um eine Initiative, Munition für die Ukraine auch aus nichteuropäischen Ländern zu kaufen. Die Niederlande wollen sich daran mit mit mehr als 100 Millionen Euro beteiligen. Ministerpräsident Mark Rutte sagte: "Es handelt sich um eine tschechische Initiative. Ziel ist es, diese speziellen Aktivitäten zu verstärken. Gleichzeitig müssen wir am Luftverteidigungssystem arbeiten. Die Ukraine braucht dringend mehr Raketen, etwa vom Typ S-200 und S-300, aber auch mehr Systeme wie Patriots."

Bisher haben die Nato-Staaten vermieden, eigene Soldaten in die Ukraine zu schicken - mit der Begründung, es handle sich nicht um einen Konflikt zwischen der Nato und Russland.

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