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"Ein Sieg für uns alle": Klima-Seniorinnen gewinnen ihre Klage gegen die Schweiz

Schweizer Klima-Seniorinnen erzielen vor Eurooäischem Gerichtshof einen Erfolg
Schweizer Klima-Seniorinnen erzielen vor Eurooäischem Gerichtshof einen Erfolg Copyright Jean-Francois Badias/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews
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Vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof haben die Klima-Seniorinnen aus der Schweiz einen entscheidenden Erfolg erzielt.

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Schweizer Klima-Seniorinnen haben mit ihrer Klage vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) in Straßburg einen historischen Erfolg erzielt.

Es ist das erste Mal, dass der Gerichtshof einen Staat wegen mangelnder Initiative im Kampf gegen den Klimawandel verurteilt.

Der Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg entscheidet am 9. April 24 in Sachen Klima
Der Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg entscheidet am 9. April 24 in Sachen KlimaJean-Francois Badias/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.

Nachdem Klima-Seniorinnen mehrere Jahre vor Schweizer Gerichten gekämpft hatten und schließlich vor dem Bundesgericht - dem höchsten Gericht des Landes - eine Niederlage erlitten hatten, zogen sie mit dem Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Dort sollten an diesem Dienstag drei Klima-Klagen abgeschlossen werden.

Nicht erfolgreich waren sechs Jugendliche aus Portugal, die eine europaweite Klage eingereicht hatten. Sie sehen sich bereits mit den Folgen der Klimakrise konfrontiert und fürchten um ihre Zukunft. Die Brände, die 2017 in ihrem Land gewütet hatten, hatten die jungen Leute zu der Klage veranlasst. 

Neben den EU-Staaten machten sie auch die Schweiz und Großbritannien für mangelnden Kampf gegen den Klimawandel verantwortlich.

Nicht komplett, aber größtenteils abgelehnt wurde die Klage eines französischen Bürgermeisters, der ebenfalls stärkere Anstrengungen der Regierung zur Bekämpfung des Klimawandels forderte.

"Ihr Sieg ist ein Sieg für uns alle"

Die Anwälte aller drei Parteien hatten darauf gehofft, das Straßburger Gericht würde feststellen, dass die nationalen Regierungen rechtlich verpflichtet sind, dafür zu sorgen, dass die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau gehalten wird, was den Zielen Pariser Klimaabkommen entspricht.

"Ich hatte wirklich gehofft, dass wir gegen alle Länder gewinnen würden, daher bin ich natürlich enttäuscht, dass dies nicht geschehen ist", sagte die 19-jährige Sofia Oliveira, eine der portugiesischen Klägerinnen. "Aber das Wichtigste ist, dass der Gerichtshof im Fall der Schweizer Frauen gesagt hat, dass die Regierungen ihre Emissionen stärker reduzieren müssen, um die Menschenrechte zu schützen. Ihr Sieg ist also auch ein Sieg für uns und ein Sieg für alle!"

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