Unsere Reporterin Valérie Gauriat traf Dessintey, ein in Saint-Étienne ansässiges Startup-Unternehmen, das sich zu einer globalen Referenz im Bereich der medizinischen Rehabilitation entwickelt hat.
Dessintey wurde 2017 gegründet und stellt neurowissenschaftlich fundierte Plattformen für die motorische Rehabilitation her, darunter seine Flaggschiffprodukte, die auf der Spiegeltherapie basieren. „Wir filmen die nicht betroffene Extremität des Patienten und spiegeln das Bild, damit der Patient sehen kann, wie sich seine gelähmte Extremität wieder bewegt“, erklärt Davy Luneau, Mitbegründer und Produktexperte. „Diese visuelle Beobachtung trägt dazu bei, die Plastizität des Gehirns und die motorische Erholung anzuregen.“
Ob Schlaganfallüberlebende, Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen, Paraplegiker, Tetraplegiker oder Amputierte – die Nutzergruppe ist breit gefächert.
„Wir haben das Gerät zunächst zu wissenschaftlichen Zwecken getestet“, sagt Professor Pascal Giraux, Leiter der Erwachsenenrehabilitation am CHU Saint-Étienne und Mitbegründer von Dessintey.
„Wir gründeten das Unternehmen, um möglichst vielen Patienten diese Therapieoptionen anbieten zu können, da keine anderen Unternehmen in der Lage waren, solche Geräte industriell herzustellen.“
Neben der Spiegeltherapie hat Dessintey mehrere weitere intelligente Rehabilitationsplattformen entwickelt, die vernetzte Objekte und interaktive Spielsysteme integrieren.
Heute vertreibt das Unternehmen seine Geräte in ganz Europa, Asien und dem Nahen Osten und erwirtschaftet einen Umsatz von fast 10 Millionen Euro. „Unser Netzwerk lokaler Partner macht uns in der Produktentwicklung effizienter“, erklärt Nicolas Fournier, dritter Mitgründer und CEO.
„Wir stehen im Wettbewerb mit Technologien aus den Vereinigten Staaten und beobachten den Aufstieg neuer Akteure aus Asien.“ „Nur durch Innovation kann man erfolgreich sein und die Nase vorn behalten“, schlussfolgert er.