Europa zahlt immer öfter mit Karte, doch der Euroraum hängt stark an Visa und Mastercard. Ein eigenes europäisches System fehlt, das macht die EU verwundbar. WERO gilt als wichtigste Alternative – wie soll das funktionieren? Fragen Sie den Euronews-KI-Chatbot.
In Europa setzen sich Kartenzahlungen immer stärker durch. 2025 entfielen bereits 57 Prozent aller Zahlungen auf die Karte. Gleichzeitig war die Abhängigkeit der EU von ausländisch kontrollierten Zahlungssystemen so hoch wie nie.
Ein Problem ist die fehlende Zusammenarbeit zwischen nationalen Bezahlsystemen. In 13 von 21 Euro-Ländern führt das zu einer starken Abhängigkeit von US-Konzernen, vor allem von Visa und Mastercard. Sie wickelten 2025 rund 47 Prozent des Kartenumsatzes im Euroraum ab.
Ein europaweites Zahlungssystem fehlt bislang. Das trägt zur Zersplitterung des Binnenmarkts bei, schwächt Europas Wettbewerbsfähigkeit und macht alltägliche Zahlungen komplizierter.
Seit sich die Beziehungen zwischen EU und USA verschlechtert haben, gilt ein weiteres Szenario nicht mehr als ausgeschlossen: dass bis zu 450 Millionen Europäer zeitweise vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten werden könnten. Die finanzielle Isolation Russlands 2022 hat gezeigt, wie stark politische Spannungen Entscheidungen auf der anderen Seite des Atlantiks beeinflussen können.
Die Staats- und Regierungschefs der EU suchen deshalb dringend nach einer Lösung. Derzeit wirkt WERO wie einer der wenigen ernsthaften Versuche, Europas Kontrolle über den Zahlungsverkehr zurückzugewinnen. WERO ist ein neues, von der European Payments Initiative (EPI) entwickeltes Echtzeit-Bezahlsystem, das als europäische Alternative zu PayPal, Google Pay und Apple Pay fungiert.
Sie wollen wissen, wie WERO Geldströme in Europa wieder stärker unter europäische Kontrolle bringen soll? Fragen Sie den KI-Chatbot von Euronews!