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Am 17. Juni: Polen und Deutschland wollen Verteidigungsabkommen unterzeichnen

Eine Frau geht vor dem Fernsehturm am Alexanderplatz in Berlin, 11. Mai 2026.
Eine Frau geht vor dem Fernsehturm am Alexanderplatz in Berlin, 11. Mai 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Tomasz Lezon mit PAP
Zuerst veröffentlicht am
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Der deutsche Botschafter in Polen, Miguel Berger, erklärte der polnischen Presseagentur PAP, dass sehr bald ein deutsch-polnisches Verteidigungsabkommen unterzeichnet werden solle.

Wie Berger erläuterte, ist der Zeitpunkt nicht zufällig gewählt - er steht im Zusammenhang mit dem 35. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit, der am 17. Juni 1991 geschlossen wurde.

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Der Diplomat wies darauf hin, dass derzeit Gespräche über den Inhalt des Dokuments geführt werden, das in erster Linie darauf abzielt, der bereits gut funktionierenden Verteidigungszusammenarbeit einen formellen Rechtsrahmen zu geben.

Als Beispiele nannte er unter anderem die Präsenz deutscher Eurofighter-Kampfflugzeuge in Malbork (bis März) und die Beteiligung deutscher Patriot-Systeme am Schutz des Luftraums im Bereich des Flughafens Rzeszów-Jasionka, die bis Dezember 2025 andauerte.

"Die Zusammenarbeit zwischen unseren Streitkräften hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt, so dass wir glauben, dass das Verteidigungsabkommen es uns ermöglichen kann, einen politischen Rahmen zu schaffen", betonte der deutsche Botschafter.

Auf die Frage, ob er diese Information bestätigen könne, antwortete der stellvertretende Verteidigungsminister Pawel Zalewski in einem Interview mit der Presseagentur PAP kurz und knapp: "Das ist unser Plan."

Polnisch-deutsches Forum

Am selben Tag findet in Berlin, am Sitz des deutschen Außenministeriums, das Deutsch-Polnische Forum 2026 unter dem Motto "Nachbarschaft in Zeiten des Wandels. 35 Jahre deutsch-polnische Zusammenarbeit" statt.

Nach Angaben von PAP werden zu der Veranstaltung unter anderem der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Radosław Sikorski und deutsche Außenminister Johann Wadephul erwartet.

Es sei daran erinnert, dass Bundeskanzler Helmut Kohl und Ministerpräsident Jan Krzysztof Bielecki am 17. Juni 1991 den Vertrag über gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit unterzeichneten, der zur Grundlage der heutigen deutsch-polnischen Beziehungen geworden ist.

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