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Hetzerischer Aufruf? Streit zwischen Elon Musk und ZDF schlägt hohe Wellen

In einer ZDF-Sendung entstand der Eindruck, Musk habe dazu aufgerufen, Migranten zu jagen.
In einer ZDF-Sendung entstand der Eindruck, Musk habe dazu aufgerufen, Migranten zu jagen. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP, BBC
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Das ZDF hat auf eine Unterlassungsklage von Elon Musk reagiert und eine Passage aus einer Anmoderation gestrichen. Hintergrund ist die Nähe des US-Tech-Billionärs zum britischen Rechtsextremisten Tommy Robinson.

Der Konflikt zwischen dem US-Tech-Unternehmer Elon Musk und der deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ZDF in Mainz schlägt hohe Wellen. Dabei geht es nicht um eine der Haupt-Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Senders, sondern um eine Anmoderation auf "ZDFheute live" zu gewaltsamen Protesten in Nordirland. Das Video mit dem Titel "Wie Musk Proteste befeuert" war weiterhin online, nur die Anmoderation wurde nach der Unterlassungsklage von Elon Musk gekürzt.

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Vor dem Nachrichtenvideo hatte die Moderatorin von "Jagd auf Migranten" gesprochen und gesagt: "Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Techmilliardär Elon Musk".

Tatsächlich hatte Musk auf seiner eigenen Plattform X am 9. Juni einen Post des britischen Rechtsextremisten Tommy Robinson geteilt, in dem letzterer nach dem mutmaßlichen Messerangriff eines Sudanesen in Belfast zu Protesten aufrief. "Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern!!" hatte Musk dazu geschrieben.

Das ZDF bestätigt inzwischen, "dass Elon Musk über eine deutsche Anwaltskanzlei eine Unterlassungserklärung zur Anfangsmoderation der Sendung "ZDFheute live" vom 12. Juni 2026 mit dem Titel "Ausschreitungen in Belfast – Wie Musk die Proteste befeuert" gefordert hat. Das ZDF hat diese abgegeben und die fragliche Passage in der Anmoderation entfernt. Bereits am Samstag hatte das ZDF die Sendung mit einem korrigierenden Transparenzhinweis versehen."

Wie die BBC berichtet, erklärte das in den USA ansässige "Centre for Countering Digital Hate", soziale Medien hätten eine "wesentliche Rolle“ bei der Anheizung der Gewalt in Belfast gespielt. Zugleich warf die Organisation Musk vor, von anderen verbreitete "migrantenfeindliche Narrative verstärkt“ und deren Reichweite auf Millionen von Nutzern ausgeweitet zu haben.

Julian Reichelt macht Stimmung gegen das ZDF

Angeheizt wird der Konflikt zwischen Musk und dem ZDF in Deutschland durch den NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt. Der ehemalige BILD-Chefredakteur schreibt auf X: "Der Lerchenberg ist eine Festung der Lügen. Das ZDF erfindet einfach, Elon Musk habe "zur Jagd auf Migranten aufgerufen." Tatsächlich hatte Musk auf X geschrieben: "Only by protesting REPEATEDLY and LOUDLY will there be any change!!" Wie lange wollen wir es noch hinnehmen, dass dieser Staat uns zwingt, für die Propaganda-Lügen, die man uns erzählt, auch noch zu bezahlen? Und wie kann es sein, dass bei ZDF Heute ständig mit Worten und KI gelogen, getäuscht und manipuliert wird, ohne dass es personelle Konsequenzen gibt?"

Das ZDF versucht auch in der aktuellen Diskussion über Künstliche Intelligenz in Politik und Medien, den eigenen KI-Skandal aufzuarbeiten.

In seiner Stellungnahme für Musk befeuert Reichelt aber auch die Debatte um die Rundfunkgebühren in Deutschland, deren Abschaffung sich die AfD auf die Fahnen geschrieben hat.

Die AfD-Co-Chefin Alice Weidel teilt Elon Musks Tweet gegen das ZDF mit dem Kommentar: "Glad to hear that, @elonmusk. Defamation shouldn't go without consequences. Don't let them get away with it." ("Das freut mich zu hören, @elonmusk. Verleumdung sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben. Lasst sie nicht ungestraft davonkommen.")

Schon seit 2024 unterstützt der Tech-Unternehmer und inzwischen wohl reichste Mensch der Welt, Elon Musk, immer wieder die "Alternative für Deutschland" (AfD) und hatte sich auch per Video in eine ihrer Wahlkampf-Veranstaltungen eingeschaltet.

Vor allem Musks Forderung, Deutschland solle "die Schuld der Vergangenheit hinter sich lassen", stieß auch im Ausland auf heftige Kritik.

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